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Radeberg
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In Radeberg wird am Samstag gemeinsam Müll gesammelt

Schüler des Radeberger Humboldt-Gymnasiums rufen zum gemeinsamen Müllsammeln auf. Warum das nötig ist und welche Pflichten Anwohner haben.

Von Verena Belzer
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Sogenannter fliegender Müll ist in Radeberg vor allem rund um den Bahnhof ein Problem.
Sogenannter fliegender Müll ist in Radeberg vor allem rund um den Bahnhof ein Problem. © SZ/Eric Weser

Radeberg. "Jetzt wird aufgeräumt" - unter diesem Motto lädt das Green-Team des Radeberger Humboldt-Gymnasium am Samstag, 6. Mai, alle Bürger ein, sich am Müllsammeln zu beteiligen.

Treffpunkt ist um 10 Uhr am Humboldt-Gymnasium, dort wird zunächst allen eine kulinarische Stärkung vom Grill angeboten, bevor es dann auf vorgeschlagenen Routen durchs Stadtgebiet zum Müllsammeln geht. "Man kann sich aber natürlich auch seinen eigenen Weg bahnen", schreiben die Schüler vom Green-Team in einer Pressemitteilung. Die Mülltüten werden gestellt.

"Gemeinsam können wir Radebergs Umwelt vom unachtsam liegengelassenen Müll befreien, zusammenkommen und etwas für Stadt und Natur tun", werben die Schüler für ihre Aktion. "Am Ende können die vollen Müllbeutel zurück zum Gymnasium gebracht werden."

Die Schüler freuen sich über Bürger, Schüler der anderen Schulen und Freunde der Stadt. Für das leibliche Wohl sorgt am Treffpunkt der Radeberger Rotary-Club. "Mitzubringen sind nur Motivation und ein paar Arbeitshandschuhe."

Müllproblem vor allem am Bahnhof

Dass die Schüler des Gymnasiums eine solche Aktion ins Leben rufen, dürfte auch die Stadtverwaltung freuen - in erster Linie den Stadtwirtschaftshof. Auf Nachfrage teilt Pressesprecherin Sarah Günther mit, dass der Stadtwirtschaftshof insbesondere rund um den Bahnhof samt Parkplatz regelmäßig vor Ort ist, um Müll einzusammeln.

Dabei handelt es sich vor allem um sogenannten "fliegenden Müll" - also beispielsweise um Plastikverpackungen von Süßigkeiten sowie Zigarettenstummel.

In den vergangenen Jahren sei die Situation gleichbleibend gewesen - der Stadtwirtschaftshof unter der Leitung von Katja Nötzoldt hat in dieser Hinsicht keine Verschlechterung oder Verbesserung registriert.

Was sich hingegen deutlich verschlechtert hat, ist die Situation an den Müllcontainern. Wie berichtet, wird hier regelmäßig Müll entsorgt, der nicht in die Container gehört. "In der Coronazeit haben der Online-Handel und damit Kartons stark zugenommen, was an den Containerplätzen für große Probleme sorgt", berichtet Pressesprecherin Sarah Günther.

Im Radeberger Stadtgebiet werden die öffentlichen Mülleimer zweimal wöchentlich, in den Ortsteilen einmal wöchentlich geleert.

Auch Anwohner müssen Unrat entfernen

Doch sich nur auf den Stadtwirtschaftshof zu verlassen, das geht nicht. In der städtischen Räum- und Streusatzung sind die Anwohnerpflichten klar geregelt. "Die Reinigung erstreckt sich vor allem auf die Beseitigung von Schmutz, Laub, Unkraut und Unrat", heißt es dort. "Die Verpflichtungen nach dieser Satzung erstrecken sich auf die gesamte Länge der entlang der Grundstücksgrenze verlaufenden Gehfläche."

Kurzum: Unrat - also Müll jedweder Art - muss von den Straßenanliegern entfernt werden.