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Hilfe für Osteuropa

Der Coswiger Partnerschafts-Verein feiert sein 30-jähriges Bestehen mit neuen Sanitärräumen für ein Kinderheim in der Ukraine.

Zur Freude der Kinder wie der Erwachsenen: Pünktlich zum Schulbeginn am 1. September sind im Kinderheim im ukrainischen Krakovets, die mithilfe des Coswiger Osteuropa-Vereins neu geschaffenen Sanitäranlagen übergeben worden.
Zur Freude der Kinder wie der Erwachsenen: Pünktlich zum Schulbeginn am 1. September sind im Kinderheim im ukrainischen Krakovets, die mithilfe des Coswiger Osteuropa-Vereins neu geschaffenen Sanitäranlagen übergeben worden. © Osteuropa-Verein

Seit 2019 haben sie Spenden für ein Kinderheim im ukrainischen Krakovets, einem Dorf, kurz hinter der polnisch-ukrainischen Grenze, etwa 90 Kilometer westlich von Lemberg (Lviv), gesammelt. Rund 20.000 Euro waren nötig, um neue Waschräume und Toiletten für die 60 dort lebenden Kinder und Jugendlichen zu bauen. Und das Geld ist zusammengekommen: Am 1. September, pünktlich zum Schulbeginn, war alles fertig. Die neuen Sanitäranlagen in Krakovets sind eines von zahlreichen Projekten, die der Verein Partnerschaft mit Osteuropa Coswig e. V. in den nunmehr 30 Jahren seines Bestehens in Rumänien und in der Ukraine gestemmt hat.

„Wir haben allein in den vergangenen acht bis zehn Jahren etwa 60.000 Euro gesammelt, erklärt Michael Müller, der Gründer und Vorsitzende des Vereins. Neben den Arbeiten an den Sanitäranlagen in Krakovets ist dort auch das Dach des Kinderheimes mit 30.000 Euro finanziert worden. „Außerdem haben wir die Stiftung „Neue Familie“ im ukrainischen Czernowitz mit 10.000 Euro für den Kauf eines neuen Kleinbusses unterstützt. Allein im Jahr 2018 hat die Stiftung mehr als 2.600 Drogensüchtige betreut. Sie kümmert sich um Menschen, die an HIV, an Hepatitis C oder an Tuberkulose erkrankt sind. „Die Drogensucht und HIV-Erkrankungen wurden lange Zeit vom ukrainischen Staat geleugnet und von der Gesellschaft ignoriert, so dass sich die Stiftung immer am Rand der Legalität sah“, heißt es in einer 174 Seiten starken Festschrift, in der der Verein sein Wirken Revue passieren lässt.

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Dort sind auch die bereits abgeschlossenen Projekte dargestellt. So wurde ein Altenheim in Neppendorf, einem Vorort von Hermannstadt (Sibiu) in Rumänien, bis 1995 mit Lebensmittelpaketen und Sachspenden unterstützt. Dieses Projekt wird in der Winterhilfe fortgeführt. Dabei werden bis zu 100 Rentner finanziell unterstützt, etwa für Heizkosten, um über den Winter zu kommen. Seit Anfang der 1990er Jahre hat der Verein, der aktuell etwa 15 Mitglieder zählt, auch eine Station für lungenkranke Kinder in Hermannstadt mit Medikamenten, Medizintechnik, Lebensmitteln, Hygieneartikel, Textilien und Spielzeug unterstützt. Zwischen 2001 und 2005 wurde in die Renovierung der Station investiert.

„Diese Hilfstransporte waren nie eine Einbahnstraße“, schreibt Michael Müller in der Festschrift. „Im Gegenteil, diese Begegnungen mit den Menschen in Osteuropa haben den Blick auf mich selbst und auf die Gesellschaft hier in Deutschland geschärft.“ Und wie soll es nun weiter gehen? „Wir planen die nächste Fahrt mit Hilfsgütern nach Rumänien und in die Ukraine über den Buß- und Bettag“, so Sven Böttger.

Spendenkonto-IBAN: DE 25 8505 5000 3010 0256 44

BIC: SOLADES1MEI, Sparkasse Meißen

www.partnerschaft-mit-osteuropa.de

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