Radebeul
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Landrat Hänsel auf Besuch in der Stadt Radeburg

Entgegen dem Trend in Sachsen hat die Zille-Stadt Radeburg sogar einen Bevölkerungszuwachs erreicht. Landrat Ralf Hänsel war vor Ort.

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Landrat Ralf Hänsel mit Bürgermeisterin Michaela Ritter (l.) und Inhaberin Anne Wachtel vor dem Blumenfachgeschäft "Leilany".
Landrat Ralf Hänsel mit Bürgermeisterin Michaela Ritter (l.) und Inhaberin Anne Wachtel vor dem Blumenfachgeschäft "Leilany". © Landratsamt, Sven Schneider

Radeburg. „Der Besuch in der Stadt Radeburg hat mich sehr beeindruckt“, so das Fazit von Landrat Ralf Hänsel (CDU). „Denn der Stadt Radeburg ist es gelungen, den Bevölkerungsrückgang nicht nur zu bremsen, sondern in den vergangenen Jahren auch zu wachsen.“ Das Konzept dazu erläuterte Bürgermeisterin Michaela Ritter: „Wir versuchen, für alle Generationen zu sorgen und dabei die Wirtschaft und die Attraktivität der Innenstadt nicht aus dem Blick zu lassen.“

Diesem Konzept entsprach auch das Besuchsprogramm. Den Auftakt bildete eine Stippvisite im Blumenfachgeschäft „Leilany“ am Markt. Die junge Unternehmerin Anne Wachtel berichtete von ihrer Idee und dem Weg zur Geschäftsgründung. Die Freude über den Mut zur Eröffnung neuer Läden in der Innenstadt teilten Landrat und Stadtchefin, gleichwohl ist Michaela Ritter bewusst: „Unsere Innenstädte werden sich verändern. Ein Konzept zur Belebung könnte sein, das Wohnen im Zentrum zu fördern.“

Anschließend stand ein erneuter Besuch in der Oberschule Heinrich Zille an. „Was bei meinem Besuch im vergangenen Jahr noch auf Papier und in den Köpfen existierte, ist nun bereits Realität und wirklich sehr gut gelungen“, stellte Landrat Ralf Hänsel fest. Der erste Bauabschnitt ist fast abgeschlossen, der zweite beginnt in Kürze. Während der neue Sportplatz bereits genutzt wird, soll die denkmalgeschützte Turnhalle noch zur Mensa umgebaut werden. In einem dritten Bauabschnitt soll sich dann der Neubau einer modernen Turnhalle anschließen. Dies ist aber noch Zukunftsmusik.

Mit über 400 Schülerinnen und Schülern, die auch aus vielen umliegenden Gemeinden in die beliebte „Landschule“ strömen, besteht ein sehr hoher Erweiterungsbedarf. „In dieses große Projekt fließen neben Mitteln der Stadt auch Fördermittel. Schön ist, dass wirklich alle Beteiligten – Stadtratsmitglieder, Lehrer- und Elternschaft – das Projekt mittragen“, erläuterte Michaela Ritter. „Das Projekt hat Hand und Fuß, ich freue mich auf die Einweihung oder den Besuch im kommenden Jahr“, blickte Ralf Hänsel voraus.

Kein Personalmangel

Von einem Projekt für die junge Generation ging es zu einem für die ältere: den im Jahr 2021 eröffneten Wohnpark am Hofwall, der betreutes Wohnen und ein Altenpflegeheim umfasst. Bei einem Rundgang machte sich Landrat Ralf Hänsel ein Bild von der hochmodernen Wohnanlage, die mit Liebe zum Detail gestaltet ist und eher den Eindruck eines Hotels erweckt. „Dass die Zimmer und Wohnungen im Prinzip ausgebucht sind, ist nicht verwunderlich. Ungewöhnlich, aber sehr effektiv ist, dass alle Versorgungsbereiche von Küche bis hin zu Hausmeister- und Gartendienste alle in eigener Hand liegen und es keinen Personalmangel gibt“, zeigte sich Landrat Ralf Hänsel erfreut.

Für die „mittlere“ Generation schafft die Stadt Radeburg ebenfalls gute Möglichkeiten zum Wohnen und Bauen. Landrat Ralf Hänsel und Bürgermeisterin Michaela Ritter schauten sich dazu im Wohngebiet Nieder-Hufen um, dass die Stadt selbst erschlossen hat. „Die Bauplätze sind fast alle vergeben – rund die Hälfte übrigens an Radeburgerinnen und Radeburger. Die Nachfrage war groß, zumal wir kaum Vorgaben hinsichtlich der Bautypen gemacht haben“, informierte Michaela Ritter. Im Wohngebiet „Meißner Berg“ sind im Mietwohnungsbau fünf Mehrfamilienhäuser entstanden, deren Wohnungen ebenfalls sehr gut nachgefragt sind.

Zusätzlich zu den Besuchen vor Ort fand im Rathaus ein Gespräch mit Kämmerer und Bauamtsleiter, unter anderem zu wasserrechtlichen Themen statt. „In Radeburg habe ich eine Art Aufbruchsstimmung gespürt. Das war ein runder Besuch“, ergänzte Landrat Ralf Hänsel sein Fazit. (SZ)