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Abriss der Aral-Tankstelle hat begonnen

Bis Ende 2021 sollen die Gebäude an der Meißner Straße in Radebeul beseitigt sein.

Die Zapfsäulen an der Meißner Straße sind bereits demontiert. Bald soll auch das Dach über den früheren Tankbereich verschwinden.
Die Zapfsäulen an der Meißner Straße sind bereits demontiert. Bald soll auch das Dach über den früheren Tankbereich verschwinden. © Arvid Müller

Radebeul. Die blaue Umrandung am Vordach ist bereits verschwunden, ebenso der Mast mit dem Logo und der Anzeige der Spritpreise. Bauzäune verwehren die Zufahrt und die Zapfsäulen sind abgebaut. Unübersehbar hat der Abriss der Aral-Tankstelle an der Meißner Straße, Ecke Schildenstraße in Radebeul begonnen.

Der notarielle Kaufvertrag wurde am 15. Oktober 2020 wirksam geschlossen. Damit ist die Stadt Eigentümer des Grundstücks samt der Gebäude. Bis der Eigentumswechsel samt Änderungen im Grundbuch komplett vollzogen ist, werden noch einige Monate verstreichen, informierte die Stadtverwaltung.

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Aral hat den Tankstellenbetrieb bereits Ende Oktober eingestellt. Seit dieser Woche baut das Unternehmen die Technik und Werbung ab. Die Stadt lässt das Tankstellendach demontieren und entsorgen. Bis Ende März nächsten Jahres müssen alle Pächter, unter anderem befindet sich eine Kfz-Werkstatt dort, aus den Gebäuden ausgezogen sein. Der Abriss der Häuser erfolgt dann bis Ende 2021.Fast eine Million Euro gibt die Stadt für das Vorhaben aus. Auf die frei werdende Fläche wird zunächst Grassamen eingesät. Später soll das Areal zum Vorplatz für den geplanten Neubau des Karl-May-Museums umgestaltet werden. 

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Fast die Hälfte der Radebeuler Räte will den Erwerb aussetzen. Dann kam noch ein Überraschungsgast.

Angesichts der Kosten und, weil noch nicht absehbar ist, wann die Museumserweiterung erfolgt, war der Erwerb im Stadtrat umstritten. Vor allem die Fraktion Bürgerforum/Grüne/SPD nahm daran Anstoß. Zweimal kam es in diesem Jahr zu einer Abstimmung im Stadtparlament. Jedes Mal unterlagen die Kritiker. Für die Mehrheit der Räte und der Stadtverwaltung überwiegen die Chancen zur Stadtentwicklung in dem Bereich, die sich durch den Abriss der Tanke ergeben. Neben dem Museumsbau lässt sich nur ohne Tankstelle die Straßenbahnhaltestelle vor der Ampelkreuzung mit der Schildenstraße barrierefrei umbauen. Zudem ergeben sich bessere Möglichkeiten, eine attraktives Umfeld mit Ehrenhain und Platz vor der Lutherkirche zu gestalten.

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