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Getauft auf den Namen „Hansi“

Die Steinbacher Feuerwehr hat ein neues Fahrzeug - einsatzbereit für den Katastrophenschutz und die normale Brandbekämpfung.

Diesmal die Spritze mit der Sektflasche. Feuerwehrmann Hans-Jürgen Ellguth tauft das neue Fahrzeug der Steinbacher und damit Moritzburger Wehr. Ab diesem Freitag soll es einsatzbereit sein.
Diesmal die Spritze mit der Sektflasche. Feuerwehrmann Hans-Jürgen Ellguth tauft das neue Fahrzeug der Steinbacher und damit Moritzburger Wehr. Ab diesem Freitag soll es einsatzbereit sein. © Norbert Millauer

Moritzburg. Hans-Jürgen Ellguth von der Steinbacher Feuerwehr ist selbst überrascht, als ihn seine Kameraden auffordern, das neue Löschfahrzeug zu taufen. Es ist eine Würdigung seines jahrelangen Einsatzes - und deshalb darf er den 13-Tonner-Mercedes auf den Namen „Hansi“ taufen.

Was mit der kleinen Flasche Rotkäppchensekt und anschließend belegten Brötchen sowie Apfelsaft und Bier gefeiert wurde, ist wichtig für die Moritzburger Feuerwehr. Nach und nach müssen veraltete Fahrzeuge ersetzt werden, um die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können, sagt Bürgermeister Jörg Hänisch (parteilos). Kreisbrandmeister Ingo Nestler sagt, dass lange darauf hingearbeitet wurde. Jetzt habe der Freistaat im Katastrophenschutz der Wehren aufgeholt.

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Schauen, beraten lassen, mit dem Bauherren sprechen. Am 25. Oktober findet eine Baustellenbesichtigung in Döbeln statt.

Auch das neue Steinbacher Fahrzeug innerhalb der Moritzburger Feuerwehr ist als Katastrophenschutzfahrzeug eingeordnet. Christian Lehmann von der Moritzburger Wehr erläutert, dass der Lkw mit dem 270-PS-Motor vor allem für größere Aktionen wie Waldbrände vorgesehen ist. Seine Pumpe kann über 1.000 Liter Wasser in der Minute in die Schläuche befördern und ist mindestens ein Fünftel leistungsstärker als bisher übliche Pumpen.

Christian Lehmann zeigt die neue leistungsstarke Pumpe des Fahrzeuges mit der Bezeichnung LF 20 KatS.
Christian Lehmann zeigt die neue leistungsstarke Pumpe des Fahrzeuges mit der Bezeichnung LF 20 KatS. © Norbert Millauer

Neun Kameraden Besatzung sind für das Fahrzeug mit der Bezeichnung LF 20 KatS vorgesehen, einschließlich Gruppenführer und Maschinist. Die Pumpe hat zwei Schlauchanschlüsse, so dass auch zwei Einsatztrupps damit angreifen können, um zu löschen. Technik zum Bilden von Schaum, Schlauchtragekörbe gehören zur Ausrüstung. Auch über längere Entfernungen bis zum Wasseranschluss können so Brände bekämpft werden. Mit neuer Atemschutztechnik soll der Mercedes noch ausgerüstet werden.

Martin Richter von der Feuerwehr aus Boxdorf ist der Zugführer für den Löschzug Katastrophenschutz. Er nennt die Summe und die Herkunft des neuen Löschfahrzeuges: Es hat den Preis eines kleinen Einfamilienhauses, 223.000 Euro, und stammt aus einer Sammelbestellung des Bundes für die Feuerwehren in Deutschland. 311 solcher Fahrzeuge sind hergestellt worden, eins davon hat die Moritzburger Wehr bekommen.

Bürgermeister Hänisch erinnert daran, dass mit dem Außerdienststellen des alten Katschutzfahrzeuges eine Lücke nicht nur in der Moritzburger Feuerwehr, sondern auch im Löschzug des Kreises bestand. Jetzt ist diese Lücke wieder geschlossen. Zwar ist das Fahrzeug in erster Linie für die schweren Brände da, kann aber auch innerhalb der normalen Aufgaben der Moritzburger Wehr eingesetzt werden.

Ausgerüstet auch für größere Katastropheneinsätze und mit neun Mann Besatzung.
Ausgerüstet auch für größere Katastropheneinsätze und mit neun Mann Besatzung. © Norbert Millauer

Kreisbrandmeister Nestler nennt bei der kleinen Feier an der Steinbacher Feuerwache im Zehnweg 12 auch die bevorstehenden Aufgaben und Investitionen. Eine davon betrifft wieder die Moritzburger - nämlich der Um- und Ausbau des neuen Gerätehauses. Die Vorbereitungen dafür laufen, so Bürgermeister Hänisch. 

In den nächsten Wochen beginnen die Arbeiten.Die zweite große Investition im Kreis Meißen ist der Neubau der Feuerwache für Radebeul-Ost. Seit acht Jahren wird darauf hingearbeitet. Offenbar soll mit dem Bau im Frühjahr 2021 begonnen werden. Und ein drittes großes Investitionsprojekt sind neue Drehleiterfahrzeuge für vier Feuerwehren im Kreis Meißen und eine für Königsbrück als mögliche Sammelbestellung. Aber das sei noch in der Planungsphase, so Nestler.

Doch am Mittwochabend stießen die Kameraden von Moritzburg im coronabedingt kleineren Kreis erstmal auf ihren neuen „Hansi“ an.

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