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Plauschen im Kulturbahnhof

Nicht nur die Stadtbibliothek in Radebeul-Ost ist umgebaut. Auch die Kulturhalle präsentiert sich neu. Dort öffnet jetzt immer das Freitags-Café.

Mathias Abraham (links) und Edna Ressel haben in der gemütlichen Sitzecke des Freitags-Cafés Platz genommen.
Mathias Abraham (links) und Edna Ressel haben in der gemütlichen Sitzecke des Freitags-Cafés Platz genommen. © Arvid Müller

Radebeul. Wie Möbel und Accessoires einen Raum gemütlich machen können, ist im Kulturbahnhof in Radebeul-Ost zu erleben. Die einstige Empfangshalle wirkte bislang immer etwas kühl und nicht gerade einladend. Doch nun sind dort auf einem kleinen Podest ein Ledersofa und Ledersessel mit einer Stehlampe dazwischen und roten Teppich davor zu finden. Um vier Tische mit grüner Tischdecke stehen rote Stühle. In einer Ecke ist eine Sesselgruppe aufgestellt. Ihr schräg gegenüber steht ein Tresen mit Kuchen und Getränken.

Zum Treffen und Verweilen in der Bahnhofshalle lädt jeden Freitag zwischen 10 und 14 Uhr das Café der Familieninitiative Radebeul zum Begegnen und Reden bei einem Schälchen Heeßen oder Tee ein. Dazu kann man ein Stück frischgebackenen Kuchen essen.

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Ab November Bilderbuchkino und Familiencafé

Bei dem Freitags-Café soll es als neue Treffmöglichkeit nicht bleiben. Ab November gibt es immer am ersten Dienstag des Monats ab 16 Uhr ein Bilderbuchkino für Kinder und ein Familiencafé für Große. Premiere ist am 3. November, kündigt Mathias Abraham, Geschäftsführer der Familieninitiative, an. Mit Einwohnern zusammen möchte die Fami weitere Ideen für gemeinsame Aktivitäten entwickeln.

In der neuen Leseecke der Bibliothek (rechts) stöbern OB Bert Wendsche (l.) und ein Besucher in Büchern.
In der neuen Leseecke der Bibliothek (rechts) stöbern OB Bert Wendsche (l.) und ein Besucher in Büchern. © Arvid Müller

„Es ist ein weiterer Mosaikstein“, sagte Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) bei der offiziellen Eröffnung am Freitagnachmittag, um das einstige Bahnhofsgebäude wieder als ein Zentrum des gesellschaftlichen Lebens ins Bewusstsein zu rücken. Das 1900 eingeweihte Empfangsgebäude war der Stolz der Stadt. 

Doch mit dem Aufkommen des Automobils rückte das Stadtzentrum immer mehr in Richtung Meißner Straße. „Der Bahnhof wurde zum Hinterhof“, so das Stadtoberhaupt. Durch die Halle huschten die Menschen nur noch schnell durch. Verweilen wollte dort keiner mehr, entsprechend sah die Umgebung mit den Jahren aus.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends machte sich die Lößnitzstadt auf, den Bahnhof wieder zu beleben. Nach der Sanierung öffnete dort im Jahr 2002 die Stadtbibliothek Ost, die sich nach einem dreiwöchigen Umbau neu präsentiert. Es zog die Volkshochschule ein. Nun ist die Familieninitiative als dritter Partner mit im Boot.

Kinder malten ihre Wünsche auf

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Unter dem Motto „Kinderperspektiven“ hat die Fami junge Radebeuler im Alter zwischen vier und 14 Jahren gebeten, einmal aufzumalen, was sie sich in der Halle wünschen. „Wie stellen sie sich einen coolen Ort vor“, fasst Abraham die Aufgabenstellung kurz zusammen. Die Ergebnisse sind nun in einer Ausstellung in der Kulturhalle des Bahnhofs zu sehen. Ein Grundtenor aller Zeichnungen und Collagen ist Gemütlichkeit. Darunter gibt es auch „verrückte“ Ideen, wie beispielsweise eine Kletterwand oder einen Swimmingpool.

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