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Lichtkunst in Radebeul-West

Zwei Künstler zeigen besondere Objekte in einem Schaufenster und bringen diese am Abend zum Leuchten.

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Die Künstler Gerd Melchinger (l.) und Robert Maier
haben das Fenster im Zentrum von Radebeul-West gestaltet.
Die Künstler Gerd Melchinger (l.) und Robert Maier haben das Fenster im Zentrum von Radebeul-West gestaltet. © Stadt Radebeul

Radebeul. Im Zentrum von Radebeul-West gibt es einen neuen Hingucker. Schwarzlichtkünstler Robert Maier und Kreativkünstler Gerd Melchinger gestalteten das Schaufenster eines leerstehenden Geschäftes in der Güterhofstraße 1 mit ihrer Lichtkunst.

Die beiden Männer lernten sich 2012 kennen und fingen an, ihre Kunstfertigkeiten miteinander zu verbinden. Gerd Melchinger formte seine Insekten aus Butterbrotpapier und Robert Maier regte ihn dazu an, diese doch mit fluoreszierenden und nachleuchtenden Farben zu bemalen. So begann ihr künstlerisches Zusammenwirken.

Während Gerd Melchinger eher die Faszination für Insekten verfolgt, ist es bei Robert Maier die Verarbeitung seiner inneren unterbewussten Ebenen. „Durch die Malerei kann ich meine Gedanken verarbeiten, meist entstehen die Bilder nur durch einen Gedanken, einen Energiefluss oder ein Gefühl, das man in dem Moment hat. Und das bringe ich dann auf die Leinwand“, erzählt Robert Maier. Die Bilder seien der Spiegel der Seele.

Um 20 Uhr geht das Schwarzlicht an

Ein Unbekannter in der Kunstszene ist Robert Maier mit seiner Schwarzlichtkunst seit langem nicht mehr. Mittlerweile hat er über 25 Ausstellungen deutschlandweit hinter sich gebracht. „Meine größte Ausstellung war damals im U3-Tunnel, einer Eventlocation am Potsdamer Platz in Berlin. Dort präsentierten sich 40 Künstler aus 18 Ländern. Das war großartig dabei zu sein“, berichtet er. Einige der Kunstwerke sind auch käuflich zu erwerben. Ansonsten malt Robert Maier gern auf Bestellung.

Auch die Unikate von Gerd Melchinger können auf Nachfrage erworben werden: „Ich richte mich immer stärker nach dem Vorbild der Natur. Am Anfang habe ich eher abstrakte Sachen gemacht, aber mittlerweile sind meine Insekten sehr authentisch. Mein eigentlicher Gedanke, diese Insektenkunst umzusetzen, ist der, dass die Welt dieser Tiere unwahrscheinlich bunt ist und leider auch immer mehr abnimmt. Man sollte einfach auch mal etwas mehr Rücksicht nehmen und nicht nur den Marienkäfer betrachten, sondern auch darüber nachdenken, dass Insekten in der Umwelt gebraucht werden.“

Die tolle Besonderheit: Ab 20 Uhr werden die ausgestellten fluoreszierenden Werke mit Schwarzlicht beleuchtet. (SZ)