Radebeul
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Radebeul sendet weiteren Hilfstransport in die ukrainische Partnerstadt

Eine Zahnarztpraxis und warme Kleidung sind unterwegs nach Obuchiw.

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Steffen Kurtz (Feuerwehr, v.l.), Günter Drossel (Lions), Matthias Lang (Kinderarche), OB Bert Wendsche, Frank Zachlod (Feuerwehr), Jörg Görschel und Michael Gärtner (beide Kinderarche)
haben den Lkw mit medizinischem Material beladen.
Steffen Kurtz (Feuerwehr, v.l.), Günter Drossel (Lions), Matthias Lang (Kinderarche), OB Bert Wendsche, Frank Zachlod (Feuerwehr), Jörg Görschel und Michael Gärtner (beide Kinderarche) haben den Lkw mit medizinischem Material beladen. © Stadtverwaltung Radebeul

Radebeul. Die Hilfe Radebeuls für die ukrainische Partnerstadt Obuchiw reißt nicht ab. Am Montag konnte ein weiterer Hilfstransport beladen und auf die Rückfahrt geschickt werden. Zuvor musste der ukrainische Lkw jedoch fast eine Woche an der Grenze ausharren, um den Weg nach Sachsen antreten zu können.

Nun ist er unter anderem mit medizinischem Material beladen. Ein Spender aus dem Dresdner Norden hat seine voll funktionsfähige Zahnarzt-Praxis zur Verfügung gestellt, die auf 34 Paletten in einer Halle in Ottendorf-Okrilla zwischengelagert wurde. Neben dem Praxismobiliar werden zahnärztliche Instrumente, zwei Behandlungsstühle, Sterilisationsgeräte und Röntgentechnik nach Obuchiw geliefert, wo die Ausrüstung dringend benötigt wird.

Weiterhin befinden sich rund 70 große Säcke warme Kleidung, Decken, Schulranzen, Powerbanks und Taschenlampen sowie weitere Spenden auf dem Hilfstransport. Diese haben unter anderem der Lions- und der Rotary Club Radebeul sowie die Kinderarche Sachsen organisiert. „Ich hoffe, dass diese Hilfsgüter noch vor Weihnachten wohlbehalten in unserer ukrainischen Partnerstadt ankommen und wir damit die Menschen dort unterstützen können“, sagte Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos) und bedankte sich bei den Spendern und Unterstützern dieser Aktion.

Der Lkw ist nicht der einzige Transport, der dieser Tage in die Ukraine geht. Ein weiterer, der zentral von Sachsen organisiert wird, bricht voraussichtlich noch diese Woche auf. Dieser bringt Notstromaggregate und Winterdecken in das osteuropäische Land, das unter dem russischen Angriffskrieg leidet. (SZ/sku)

Am 24. Februar dieses Jahres überfielen russische Truppen die Ukraine. Nur wenige Tage nach Beginn des bewaffneten Konflikts entsendete die Lößnitzstadt den ersten Hilfskonvoi in die Partnerstadt und holte Frauen und Kinder nach Radebeul.