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Umbauprojekt Spitzgrund

Die Wohnungsgesellschaft WBV will das Gebiet am Coswiger Stadtrand in den kommenden Jahren stark aufwerten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Coswiger Wohnungsgesellschaft WBV GmbH, Christian Buck, und die Leiterin Technik und Wohnungsverwaltung der Gesellschaft, Kerstin Richter, diskutieren am Modell den Stadtumbau Spitzgrund.
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Coswiger Wohnungsgesellschaft WBV GmbH, Christian Buck, und die Leiterin Technik und Wohnungsverwaltung der Gesellschaft, Kerstin Richter, diskutieren am Modell den Stadtumbau Spitzgrund. © Norbert Millauer

Coswig. Es ist nur ein Modell aus weißen Klötzchen, das im Beratungsraum der städtische Wohnungsgesellschaft WBV GmbH Coswig steht. Aber dieses Modell gibt vor, wie sich das Wohngebiet am Spitzgrund künftig entwickeln soll. Jedenfalls gibt es den Anfang eines groß angelegten Projektes vor, das die Gesellschaft in den nächsten Jahren umsetzen will. Zum Stadtentwicklungskonzept „Spitzgrund 2030“ gab es am 9. Dezember 2020 einen entsprechenden Stadtratsbeschluss.

Worum es geht, lässt sich erahnen, wenn man an der Moritzburger Straße in Höhe des Dienstleistungsgebäudes, ein Stück stadtauswärts nach dem Norma, steht. Da ist eine große Baustelle zu sehen. Die Hälfte des Wohnblocks Moritzburger Straße 73 fehlt, Nummer 73 a und b sind abgerissen worden. Die noch stehende Hälfte Nummer 73 c und d, so WBV-Geschäftsführerin Pia Engel, wird bis 2022 hochwertig saniert. Die Bäder werden vergrößert und ein Aufzug eingebaut. Das heißt, statt bisher 30 kleiner Zweiraumwohnungen sollen 20 Zwei- und Vierraumwohnungen entstehen, „also neuer Platz für Familien im Spitzgrund“, wie es Oberbürgermeister Thomas Schubert (parteilos) in seiner Neujahrsansprache formuliert hatte. Finanziert das Projekt über Programme mit der Sächsischen Aufbaubank (SAB)

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Die andere, nun fehlende Hälfte des Wohnblocks, soll Platz machen für ein Parkhaus. Es soll die beengten Verhältnisse im Quartier mildern und 142 Pkws aufnehmen können. Ursprünglich sollte es 2022 fertig sein. Doch Pia Engel erklärt, dass nun erst 2023 mit einem Baubeginn zu rechnen sei, weil die Stadtverwaltung Coswig erst Mitte 2021 Fördermittel beim Land beantragen kann. Ohne Fördermittel ist der Bau des circa 2,4 Millionen Euro teuren Parkhauses für das Projekt nicht finanzierbar: „So viel Geld haben wir nicht in der Portokasse.“

Vom Wohnblock Moritzburger Straße 73 ist die Hälfte abgerissen worden. Die noch stehende Hälfte soll statt bisher 30 kleiner Wohnungen 20 größere und modernere Wohnungen aufnehmen. Anstelle des abgerissenen Gebäudeteils soll ein Parkhaus entstehen.
Vom Wohnblock Moritzburger Straße 73 ist die Hälfte abgerissen worden. Die noch stehende Hälfte soll statt bisher 30 kleiner Wohnungen 20 größere und modernere Wohnungen aufnehmen. Anstelle des abgerissenen Gebäudeteils soll ein Parkhaus entstehen. © Udo Lemke

Zum ersten Teil der schrittweisen Umgestaltung des Wohngebietes Spitzgrund zählt auch, dass das benachbarte Dienstleistungsgebäude an der Moritzburger Straße umgestaltet wird. Es soll bei laufendem Betrieb in den Praxen und Gewerberäumen bis 2022 um zwei Etagen aufgestockt werden. Diese sollen moderne Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts aufnehmen. Auch dieses Projekt wird über einen SAB-Kredit finanziert.

Die große Linie der Umgestaltung der WBV-Wohnungen am Spitzgrund beschreibt der Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft und Stadtrat Christian Buck so: „Das Problem des Plattenbaus ist, dass wir zu viele kleine Wohnungen haben, also Zweiraumwohnungen. Der Bedarf hat sich heute hin zu größeren Wohnungen geändert.“

Was das konkret für den Spitzgrund bedeutet, erläutert WBV-Geschäftsführerin Pia Engel. Würde die Gesellschaft dort aktuell 547 Wohnungen haben, so würden es nach entsprechenden Umbaumaßnahmen noch etwa 500 sein. Der Weg dahin besteht, so die Geschäftsführerin, in der Zusammenlegung von Wohnungen. Danach sollen benachbarte Wohnungen, die frei gezogen sind, vereint werden, sodass etwa aus zwei 56 Quadratmeter großen Wohnungen eine Vierraumwohnung von 109 Quadratmetern Größe entsteht, andere sollen 90 Quadratmeter groß werden. Hier sollen Familien für circa sechs Euro pro Quadratmeter Kaltmiete ein neues Zuhause finden.

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