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Dresden

Rätsel um herrenlosen Wasserwerfer

Das Spezialfahrzeug der Hamburger Polizei war auf einem Fußweg mitten in Dresden geparkt. Wie es dorthin kam, war lange Zeit unklar.

Eine Streife der Polizei bewacht den Wasserwerfer, der auf dem Fußweg an der Lockwitzer Straße parkt.
Eine Streife der Polizei bewacht den Wasserwerfer, der auf dem Fußweg an der Lockwitzer Straße parkt. © Tino Plunert

Ein vermeintlich verlassener Wasserwerfer hat die Dresdner Polizei beschäftigt. Das fremde Fahrzeug stand mitten in der Stadt. Ein Radiojournalist hatte die Beamten am Montagabend über das an der Lockwitzer Straße herumstehende Gefährt aufmerksam gemacht. Das Lagezentrum der Polizei schickte eine Streife nach Strehlen, die verwundert feststellte, dass dort tatsächlich ein Wasserwerfer vom Typ 10.000 "Cobra" abgestellt wurde - mit der Kennzeichnung "HH 6". 

Nachfragen bei der Hamburger Polizei ergaben, dass die Hanseaten den Wasserwerfer zur Wartung in eine Spezialwerkstatt nach Österreich geschickt hatten und er nun auf der Rückreise war.  Die Dresdner Polizei konnte den Fahrer, einen Angestellten der Wartungsfirma, in einem Hotel ausfindig machen. Der Österreicher erklärte den Beamten, dass er auf dem Weg in eine Außenstelle seiner Firma im brandenburgischen  Luckenwalde sei. Weil er sich an seine vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten halten müsse, hätte sich der Mann in Dresden ein Hotelzimmer genommen. 

Noch in der Nacht konnte der Fahrer ausfindig gemacht werden, wenig begeistert musste er das Fahrzeug auf die Stauffenbergallee fahren.
Noch in der Nacht konnte der Fahrer ausfindig gemacht werden, wenig begeistert musste er das Fahrzeug auf die Stauffenbergallee fahren. © Tino Plunert

Da der Fahrer den Wasserwerfer als gewöhnlichen Lkw ansah, so seine Begründung, stellte er ihn an der Straße ab. Tatsächlich parkte das Gefährt allerdings auf dem Fußweg, was eine Ordnungswidrigkeit darstellt. Ein Sprecher der Polizei konnte am Dienstagmorgen nicht sagen, ob der Fahrer des Wasserwerfers von den Kollegen der Nachtschicht entsprechend verwarnt wurde. 

Noch in der Nacht wurde die "Cobra" umgeparkt - auf das Gelände der Bereitschaftspolizei an der Stauffenbergallee. (SZ/mja mit dpa)

© Tino Plunert