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Hirschsteins nächstes Millionenobjekt

Andere haben es vor, Hirschstein macht es jetzt: Die Gemeinde baut eine neue Kindereinrichtung.

Die Kindereinrichtung "Sonnenschein" in Prausitz hat bald ausgedient. Die Gemeinde Hirschstein will eine neue bauen. Am 5. Juli soll es losgehen.
Die Kindereinrichtung "Sonnenschein" in Prausitz hat bald ausgedient. Die Gemeinde Hirschstein will eine neue bauen. Am 5. Juli soll es losgehen. © Gemeindeverwaltung Hirschstein

Hirschstein. Nicht kleckern, sondern klotzen. Das ist das Motto der Gemeinde Hirschstein bei ihren Investitionen. Das gemeinsam mit Stauchitz errichtete Feuerwehrgerätehaus in Mehltheuer ist noch nicht ganz fertig, da beginnt schon ein neues Millionenobjekt. Voraussichtlich am 5. Juli soll es losgehen mit dem Bau eines neuen Kindergartens in Prausitz. Der wird 80 Betreuungsplätze haben und die jetzige Einrichtung "Sonnenschein" ablösen.

Baupreise machen Sorgen

Die Kosten liegen bei rund 2,8 Millionen Euro. Der größte Batzen davon, rund 2,4 Millionen Euro, sind Fördermittel des Bundes und des Landkreises. "Ich bin sehr froh darüber, dass wir noch im Mai den Fördermittelbescheid für unseren geplanten Kindergarten-Ersatzneubau erhalten haben. Dies ist vor dem Hintergrund knapper Förderkassen und dem immer weiterwachsenden Sanierungsbedarf in allen sächsischen Kommunen für unsere Gemeinde ein großes Glück. Ich bin deshalb dem Landkreis Meißen sehr dankbar, dass unsere Gemeinde so die Möglichkeit erhält, weiter zukunftsweisende Investitionen zu tätigen. Da wir mit der Vorbereitung der Maßnahme schon im Vorlauf waren, können wir nun zeitnah starten", so Bürgermeister Conrad Seifert (CDU).

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Der Eigenanteil der Gemeinde beträgt 400.000 Euro und wird auf zwei Jahre verteilt.

Bürgermeister Seifert hofft, dass die derzeit explodierenden Baupreise nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen. "Ich beobachte mit Sorge das Geschehen auf dem Markt", sagt er.

Die Ausschreibung ist gelaufen, drei Aufträge wurden bereits vergeben. Für eine Auftragssumme von rund 740.000 Euro. Eingeplant waren für diese Arbeiten 800.000 Euro. Da hat die Gemeinde schon mal 60.000 Euro "Luft". Der Ersatzneubau wird auf dem bisher ungenutzten Teil der Freifläche auf dem Schulgelände entstehen. Damit haben zukünftig die Kinder und Eltern noch kürzere Wege.

Einzug nach Sommerferien 2022

Die Bauzeit wird mit einem Jahr veranschlagt. Auf jeden Fall soll die Einrichtung nach den Sommerferien 2022 fertig sein. Auch andere Gemeinden wie Niederau und Stauchitz planen den Bau neuer Kindertagesstätten. Sie sind allerdings noch nicht so weit wie Hirschstein. Und ob es noch Fördermittel gibt in dieser Höhe, ist auch sehr ungewiss. Niederau bemüht sich schon seit mehr als zwei Jahren um Fördermittel für eine solche Einrichtung, die nach jetzigen Planungen 3,5 Millionen Euro kosten würde.

In Hirschstein sind mit dem jetzigen Bau die Investitionen für Kindereinrichtungen weitgehend abgeschlossen. Erst 2016 wurde für 1,1 Millionen eine Kinderkrippe neu gebaut. Im Gegenzug wurde die Einrichtung in Bahra geschlossen. Der Eigenanteil der Gemeinde betrug bei diesem Bau 200.000 Euro.

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Noch unklar ist, was mit dem "Sonnenschein" wird. Der Bürgermeister könnte sich vorstellen, das Gebäude zu verkaufen und als Wohnhaus zu nutzen, so wie es gegenwärtig mit der alten Einrichtung in Bahra passiert. Denkbar wäre es auch, eine andere kommunale Nutzung für das Haus zu finden.

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