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Sumoringer-Skulpturen strahlen wieder

Die markanten Figuren vor der Riesaer Sachsenarena haben eine Generalüberholung spendiert bekommen. Und das nicht von irgendwem.

Die fünf Sumofiguren prägen das Bild vor der Sachsenarena. Zuletzt waren sie sanierungsbedürftig. Die Reparatur ist nun tatsächlich passiert.
Die fünf Sumofiguren prägen das Bild vor der Sachsenarena. Zuletzt waren sie sanierungsbedürftig. Die Reparatur ist nun tatsächlich passiert. © Eric Weser

Riesa. Es ist erst ein paar Monate her, da ließ der Hallenbetreiber der Riesaer Sachsenarena den großen Riesa-Schriftzug an der Stirnseite der Halle auffrischen. Kürzlich ist etwas ganz Ähnliches mit den muszierenden Sumoringer-Skulpturen auf dem Platz vorm Arenaeingang passiert. Die üppigen Figuren, die die Themen Sport und Musik künstlerisch verbinden, sind saniert worden.

Übernommen hat die Generalüberholung der Mann, der die Skulpturen einst auch geschaffen hatte: der Künstler Karl-Heinz Richter. 2018 hatte der Chemnitzer sein damals fast 20 Jahre altes Werk in Riesa inspiziert und resümiert, dass ihn dessen Anblick traurig mache. Der Bildhauer hatte vor drei Jahren eine Sanierung angeboten und dafür Kosten von etwa 6.000 Euro Kosten veranschlagt.

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Wie viel die Geld die Arenabetreibergesellschaft FVG, der auch die Sumoringer gehören, für die jetzige Sanierung genau in die Hand genommen hat, war nicht genau zu erfahren. Die Rede ist von einer höheren vierstelligen Summe.

Etwa eine Woche habe er alles in allem daran gearbeitet, die fülligen Sportsmänner wieder auf Vordermann zu bringen, erzählt Karl-Heinz Richter über die Arbeiten an sich. Was die größten Schäden waren? Vor allem seien die Figuren ziemlich schmutzig gewesen, sagt der Bildhauer. Auch hätten sich im Laufe der mehr als 20 Jahre, in denen das Figurenensemble aus Beton vor der Arena steht, zig Risse gebildet. Auch Löcher habe es gegeben. „Aber das haben wir alles hingekriegt“, sagt Karl-Heinz Richter, der beim Säubern der Figuren mittels Hochdruckreiniger und den der anschließenden Ausbesserung der Schäden auch von bis zu zwei Helfern unterstützt wurde. „Ich bin ja inzwischen auch 75“, so der Künstler.

Bei den Reparaturarbeiten sei Material zum Einsatz gekommen, das man auch im Baumarkt finde. Fugenmasse zum Beispiel, um Risse und Löcher wieder zu verschließen. Zum Schluss sei neue, laut Karl-Heinz Richter haltbarere Farbe als Anstrich auf die Figuren gekommen. Die lässt die das Quintett nun regelrecht in Weiß erstrahlen. Und auch filigrane, zuletzt fehlende Details wie ein Taktstock oder ein Geigenbogen sind bei der Überholung wieder ergänzt worden.

Auch filigrane Details wie ein Geigenbogen oder eine angedeutete Querflöte sind jetzt wieder da.
Auch filigrane Details wie ein Geigenbogen oder eine angedeutete Querflöte sind jetzt wieder da. © Eric Weser

Karl-Heinz Richter ist zufrieden mit dem Werk. „Die Figuren sind wieder ansehnlich“, findet er. Wie lange die Sanierung vorhalten wird? Das sei schwer zu sagen, so der Bildhauer. Etwas Pflege hin und wieder schade den Figuren nicht.

Danach gefragt, ob er woanders auch schon Figuren saniert hat, bekennt der Chemnitzer: „Bis jetzt noch nicht.“ Oft stünden die drallen Männer- und Frauenskulpturen, die Richter bevorzugt schafft, gar nicht so lange.

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In Riesa, wo sie einst kurz vorm ersten Tag der Sachsen auf Betreiben des damaligen Ersten Bürgermeisters Wolfram Köhler aufgestellt wurden, prägen sie das Bild vor der Arena seit inzwischen 22 Jahren. Und werden sie gut behandelt, können sie gut und gern noch einmal so lange stehen, schätzt Karl-Heinz Richter.

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