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Riesa

Riesaer Schiffsanleger überschwemmt

Die Elbe hat am frühen Mittwoch-Morgen ihren momentanen Höchststand erreicht. Jetzt sinkt der Pegel wieder.

Der Schiffsanleger in Riesa, gegenüber Promnitz, ist überschwemmt.
Der Schiffsanleger in Riesa, gegenüber Promnitz, ist überschwemmt. © Jörg Richter

Riesa. Die Auswirkungen der starken Regenfälle in den vergangenen Tagen im Norden Tschechiens sind auch in Riesa zu sehen. Die Elbe führt deutlich mehr Wasser. Seit Mitte letzter Woche ist der Pegel angestiegen. Am Dienstagabend knackte er die Vier-Meter-Marke. In der Nacht zum Mittwoch erreichte er gegen 2 Uhr mit 4,08 Meter seinen momentanen Höchststand. Normal sind etwa 2,40 Meter. Doch bis zur ersten Hochwasser-Alarmstufe - für Riesa sind das 4,80 Meter - fehlt noch ein ganzes Stück. 

Während in Meißen am Montagmittag mehrere Wohnmobil-Fahrer ihre Caravans auf dem Parkplatz an der Elbe umparken mussten, weil das Wasser stieg, ist das in Riesa nicht notwendig. Hier ist lediglich der Schiffsanleger nahe der Fähre nach Promnitz eine Insel. 

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Seit 4 Uhr sinkt der Riesaer Elbepegel wieder. Am Mittag stand er genau bei 4,00 Meter. Laut den Vorhersagen des Landeshochwasserzentrums in Dresden könnte er am Wochenende wieder unter die Drei-Meter-Marke sinken. Die Nebenflüsse Jahna und Döllnitz verzeichnen indes Niedrigwasser.  

Innerhalb von nur 24 Stunden waren im tschechischen Isergebirge bis zu 119 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Das sei laut Deutscher Presseagentur (dpa) etwa doppelt so viel, wie in Deutschland durchschnittlich in einem Monat zusammenkommt. Auch in  anderen Teilen des Nachbarlandes fiel ungewöhnlich viel Regen, was in mehreren Flüssen, u.a. die Elbe, zu Hochwasser führte. Mindestens vier Menschen, darunter ein achtjähriges Mädchen, kamen in den Fluten um, berichtet die Nachrichtenagentur CTK. 

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