Wirtschaft
Merken

IG Metall erwartet erste Kündigungen bei GKN in Zwickau noch in diesem Jahr

Der Autozulieferer GKN will das Werk in Zwickau bis Mitte 2026 schließen. Nun soll mit der Verlagerung der Montageanlagen begonnen werden. Damit sind auch erste Kündigungen verbunden.

 1 Min.
Teilen
Folgen
NEU!
GKN will das Werk im Zwickauer Ortsteil Mosel auf absehbare Zeit schließen.
GKN will das Werk im Zwickauer Ortsteil Mosel auf absehbare Zeit schließen. © Thomas Kretschel

Zwickau. Die Beschäftigten des Zwickauer Gelenkwellenwerkes müssen sich nach Angaben der IG Metall in diesem Jahr auf erste Kündigungen einstellen. Die Verlagerung der Montageanlagen beginne noch 2023, informierte die Gewerkschaft am Mittwoch mit Verweis auf Gespräche mit dem Unternehmen in den vergangenen Wochen. Damit seien auch der Abbau von Arbeitsplätzen und erste Kündigungen verbunden. Die IG Metall hatte mit dem Autozulieferer GKN einen Sozialtarifvertrag ausgehandelt, der hohe Abfindungen vorsieht.

  • Den Überblick über alle Nachrichten aus Sachsens Wirtschaft gibt es zweimal wöchentlich mit unserem Newsletter "Wirtschaft in Sachsen" - hier kostenlos anmelden.

Erklärtes Ziel sei jedoch, den Standort zu retten, betonte Thomas Knabel von der IG Metall Zwickau: "Wir wollen eine Zukunft für dieses Werk!" Seinen Angaben zufolge laufen Gespräche mit Investoren. Nähere Details wurden noch nicht genannt.

GKN hatte im Januar angekündigt, das Werk im Zwickauer Ortsteil Mosel auf absehbare Zeit zu schließen. Das soll laut IG Metall bis Mitte 2026 in mehreren Wellen geschehen. In dem Betrieb in direkter Nachbarschaft zum Zwickauer Volkswagen-Werk werden Gelenkwellen für Autos produziert. Betroffen sind mehr als 800 Beschäftigte. GKN selbst hatte die Entscheidung mit einer zurückgehenden Auslastung und sinkenden Preisen begründet. (dpa)