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In Sachsen dreht autonomer Obst- und Weinbauroboter seine ersten Runden

Die ersten Testfahrten sind erfolgreich. Das meldet Sachsens Landesumweltamt. Der Roboter "Elwobot" soll ja auch die Menge an giftigen Substanzen reduzieren.

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Patrick Richter, wissenschaftlicher Mitarbeiter TU Dresden, steuert auf einem Versuchsfeld des Landesumweltamtes einen Roboter für Obst- und Weinbau durch eine Apfelplantage.
Patrick Richter, wissenschaftlicher Mitarbeiter TU Dresden, steuert auf einem Versuchsfeld des Landesumweltamtes einen Roboter für Obst- und Weinbau durch eine Apfelplantage. © Sebastian Kahnert/dpa

Dresden. Nach ruckeligem Start hat der autonom fahrende Obst- und Weinbauroboter "Elwobot" die ersten Testfahrten auf einer Apfelplantage in Dresden-Pillnitz nach Angaben des Landesumweltamtes erfolgreich absolviert. "Wie auch zu erwarten war, haben sich natürlich auch gleich ein paar Probleme aufgetan", sagte der Referatsleiter für Gemüse, Obst und Weinbau, Christian Kröling, am Mittwoch in Dresden. Zunächst sei die Verbindung zwischen dem Roboter und dem 5G-Netz nicht stabil gewesen. Das Problem sei inzwischen behoben worden.

Dem Landesumweltamt zufolge soll der Roboter kontinuierlich Daten zu den Bäumen sammeln, anhand derer der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und die Nährstoffversorgung berechnet werden könne. Zudem werde getestet, wie gut das "Elwobot" genannte Gefährt mähen und mulchen könne.

Das Versuchsfeld sei von der TU Dresden und dem Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme mit 5G ausgestattet worden. "Elwobot" sei mit Lasersensoren ausgerüstet, um sich in der Plantage orientieren zu können. Die Tests sollen bis Frühjahr 2024 laufen.

Der sogenannte "Elwobot" soll kontinuierlich Daten zu Bäumen sammeln, anhand derer er den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und die Nährstoffversorgung berechnet.
Der sogenannte "Elwobot" soll kontinuierlich Daten zu Bäumen sammeln, anhand derer er den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und die Nährstoffversorgung berechnet. © Sebastian Kahnert/dpa

Die Kosten von rund 1,8 Millionen Euro für das Gerät und den Testversuch finanziert der Freistaat Sachsen.

Neben den Tests in Dresden-Pillnitz sind im Laufe des Jahres noch Testfahrten vorgesehen - etwa beim Obstproduzenten Obstland Dürrweitzschen. Der Obst- und Weinbauroboter ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der TU Dresden und des Landesumweltamtes. Die Kosten von rund 1,8 Millionen Euro trägt der Freistaat Sachsen. (dpa)