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Kretschmer nach Unwettern: "Wir wollen helfen"

Sachsen kündigt Unterstützung für die Flutgebiete an. Feuerwehren in den sächsischen Kommunen sind bereit.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, äußert sich zur Hochwassersituation in Deutschland und der Unterstützung aus Sachsen.
Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, äußert sich zur Hochwassersituation in Deutschland und der Unterstützung aus Sachsen. © dpa-Zentralbild

Sachsen bietet den Hochwassergebieten Hilfe an. Das sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Rande einer Sitzung mit sächsischen Kommunalvertretern am Freitag in Dresden. "Wir haben mit großer Bestürzung darüber gesprochen, was wir in Nordrhein-Westfalen, was wir in Rheinland-Pfalz gerade an Hochwasserkatastrophe sehen." Die Bilder lösten Bestürzung im Freistaat aus, der 2002 von einem Jahrhunderthochwasser heimgesucht worden war.

"Wir waren betroffen. Wir haben unheimlich viel Unterstützung in Sachsen erhalten. Wir wollen jetzt auch helfen", fügte der Ministerpräsident mit Blick auf die damalige Naturkatastrophe hinzu. Angeboten worden seien Hubschrauber, die aber aufgrund zu geringer Größe offenbar nicht für den Einsatz dort geeignet sind. Auf Arbeitsebene seien sächsische Ministerien mit denen in den westdeutschen Bundesländern in Kontakt. So solenl die Unterstützung koordiniert und der Bedarf ermittelt werden.

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Kommunale Feuerwehren bieten Hilfen an

Am Freitag schickte das sächsische Rote Kreuz einen Transport mit drei Lastwagen nach Rheinland Pfalz. Unter anderem wurden nach Angaben eines Sprechers Feldbetten und Decken ins Krisengebiet transportiert.

"Wir als sächsische Kommunen stehen jetzt bereit, unseren Partnern, unseren Kollegen in Nordrhein-Westfalen, in Rheinland-Pfalz und dem Umland zu helfen", betonte der Radebeuler Oberbürgermeister Bernd Wensche (parteilos), der Präsident des Sächsischen Städte- und Gemeindetags ist. Nach seinen Worten haben Kommunen ihre Feuerwehren akiviert. Die Länder müssten die Hilfsangebote - etwa bei Sandsäcken - koordinieren.

Hilfe bietet nach Angaben von Sachsens Umweltminister Wolfram Günther (Grüne) auch die Talsperrenverwaltung an: "Unsere Fachleute verfügen über großes und umfassendes Know-how im Umgang mit Hochwasserlagen – nicht zuletzt natürlich wegen der leidvollen Erfahrungen von 2002 und 2013." Auch 2013 hatte die Elbe Hochwasser geführt.

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