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Neue Aufgabe für Ex-Bischof Rentzing

Der vor einem Jahr zurückgetretene Würdenträger wird Beauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche für Mittel- und Osteuropa und geht dazu nach Bayern.

Carsten Rentzing, damals noch Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, spricht am 4. Juni 2019 in Dresden.
Carsten Rentzing, damals noch Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, spricht am 4. Juni 2019 in Dresden. ©  dpa/Sebastian Kahnert

Dresden/Erlangen. Ein Jahr nach seinem Rücktritt als Bischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Sachsen tritt Carsten Rentzing am 1. November eine neue Aufgabe an. Der 53-Jährige wird Beauftragter der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) für die Stärkung des Kontaktes zu den lutherischen Kirchen in Mittel- und Ost-Europa tätig sein. Das teilte das Landeskirchenamt heute morgen mit. Die Tätigkeit sei zunächst auf sechs Jahre befristet. Rentzing bleibe Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens (EVLKS), die ihn im Wege einer Abordnung für den Dienst in der VELKD freistellt. Künftiger Dienstort werde der Sitz des Martin-Luther-Bundes im fränkischen Erlangen.

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Rentzing hatte am 11. Oktober 2019 selbst sein Amt als Landesbischof zu Verfügung gestellt. Auslöser dafür war das Auftauchen von Publikationen Rentzings aus seiner Studentenzeit. Die Kirchenleitung hatte diese Texte als "elitär, in Teilen nationalistisch und demokratiefeindlich" eingestuft. Sie seien "aus damaliger und heutiger Sicht unvertretbar" und drohten "Handeln als Landesbischof und Repräsentant der Landeskirche gegenüber der Öffentlichkeit nachhaltig zu beeinträchtigen. Rentzing hatte sich nach Bekanntwerden der Schriften von diesen distanziert und hatte seinen Rücktritt angeboten. Dem hatte sich in der Landeskirche niemand entgegengestellt.

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