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Sachsen muss Erstaufnahme für Flüchtlinge erweitern

Die Zahl der durch Belarus und Polen kommenden Flüchtlinge steigt weiter an. In wenigen Tagen werden die Erstaufnahme-Einrichtungen in Sachsen voll sein.

Seit Anfang August lässt Belarus verstärkt Flüchtlinge ins Land, die dann von dort aus versuchen, über Polen nach Deutschland zu kommen. Das Foto zeigt afghanische Flüchtlinge, die an der polnisch-belarussischen Grenze in einem behelfsmäßigen Lager
Seit Anfang August lässt Belarus verstärkt Flüchtlinge ins Land, die dann von dort aus versuchen, über Polen nach Deutschland zu kommen. Das Foto zeigt afghanische Flüchtlinge, die an der polnisch-belarussischen Grenze in einem behelfsmäßigen Lager © SOPA Images via ZUMA Press Wire (SZ-Archiv)

Dresden. Der Andrang von Flüchtlingen, die über Polen nach Deutschland einreisen, geht ungebrochen weiter. Allein von Sonntag bis Mittwoch hat die Bundespolizei in Sachsen 170 Menschen aufgegriffen. Pro Tag werden laut Landesdirektion Sachsen insgesamt etwa 66 Neu-Ankömmlinge in die Erstaufnahme gebracht.

Vor allem Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern registrieren seit Anfang August einen steten Anstieg von illegal Einreisenden. Hintergrund dafür ist die Politik des belarussischen Präsidenten Lukaschenko, verstärkt Flüchtlinge ins Land zu lassen und sie dann gezielt an die EU-Grenze zu lassen.

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Sächsische Erstaufnahme-Einrichtungen unter Druck

Das bringt auch die sächsische Erstaufnahme-Einrichtungen zunehmend unter Druck. Derzeit sind dort nach Angaben der Landesdirektion Sachsen 3.150 von insgesamt 3.907 Plätzen bereits belegt. Die Erstaufnahme in Dresden hat „die Kapazitätsgrenze bereits erreicht“, auch in Leipzig und Chemnitz sei die Lage „angespannt“. Darum werde jetzt intensiv nach zusätzlichen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht. „Wie dies genau geschehen wird, steht gegenwärtig noch nicht fest“, hieß es aus der Landesdirektion.

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Es werden demnächst aber auch einige der Flüchtlinge in andere Bundesländer gebracht, denn der Freistaat nimmt derzeit mehr auf, als er nach dem Länder-Verteilungsschlüssel verpflichtet ist. Demnach muss der Freistaat rund fünf Prozent der in Deutschland ankommenden Flüchtlinge aufnehmen. Vor der Weiterreise müssen die Menschen registriert und gesundheitlich durchgecheckt worden sein.

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