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ARD-Ranger dreht trotz Unwetter-Chaos

Für die Erfolgsserie werden seit Montag zwei neue Folgen in der Sächsischen Schweiz gefilmt. Der Auftakt war etwas holprig.

Die Sächsische Schweiz hat ihn zurück: In "Der Ranger - Paradies Heimat" steht Hauptdarsteller Philipp Danne (Mitte) zusammen mit Dennis Hofmeister und Liza Tzschirner aktuell vor der Kamera.
Die Sächsische Schweiz hat ihn zurück: In "Der Ranger - Paradies Heimat" steht Hauptdarsteller Philipp Danne (Mitte) zusammen mit Dennis Hofmeister und Liza Tzschirner aktuell vor der Kamera. © ARD/MDR/ARD Degeto / Tom Schulze

Die Sächsische Schweiz wird in diesem Jahr erneut zur Filmkulisse. In der Nationalparkregion haben am Montag die Dreharbeiten für zwei neue Folgen der ARD-Fernsehproduktion "Ranger - Paradies Heimat" begonnen, teilt der Sender mit. Hauptdarsteller Philipp Danne wird wieder in die Rolle des Nationalpark-Rangers Jonas Waldeck schlüpfen und einige Abenteuer erleben.

Erdrutsche versperren Zufahrt zum Drehort

Die hält nicht nur das neue Drehbuch parat. Die Dreharbeiten selbst starteten holprig. Schuld daran sind die heftigen Unwetter, die am vergangenen Wochenende über die Sächsische Schweiz zogen und für Überschwemmungen und Erdrutsche sorgten. Am Sonntag, als rund um Bad Schandau Schlamm und Geröll Straße und Wege versperrten, kam die Filmcrew mitsamt den Schauspielern in der Nationalparkregion an. Sie alle sind in Sebnitz und Bad Schandau untergebracht.

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"Wir hatten großes Glück", sagt Producerin Jana Gutsch von der Produktionsfirma ndF- neue deutsche Filmgesellschaft. Die Drehorte seien nicht direkt vom Unwetter betroffen gewesen. Nur einige Zufahrtsstraßen konnten nicht genutzt werden, weil sie nach Erdrutschen gesperrt waren. Das Team hätte deshalb Umleitungen nehmen und die Ausrüstung teilweise tragen müssen. "Wir sind aber froh, dass wir ohne große Einschränkungen wie geplant beginnen konnten", sagt Jana Gutsch.

Unwetter kommen nicht im Drehbuch vor

Mit Unwettern müssen sich Hauptdarsteller Philipp Danne, sowie seine Kollegen Liza Tzschirner, Eva-Maria Grein von Friedl, Heike Jonca und Matthias Brenner in den beiden neuen Folgen nicht herumschlagen. Im Gegenteil. Es herrscht eitel Sonnenschein in der Beziehung zwischen Ranger Jonas und Emilia, die glücklich auf dem Waldek-Hof leben. Emilia arbeitet neuerdings direkt für den Nationalpark Sächsische Schweiz, wildert unter anderem junge Luchs aus und überwacht ihre ersten Schritte in der neuen Freiheit. Ranger Jonas hat sich in den neuen Teilen damit abgefunden, dass Karl Nollau sein leiblicher Vater ist. Die Beziehung der beiden Männer bleibt dennoch eher distanziert.

In der 7. Folge "Himmelhoch" geht es laut der ARD um den Fortbestand der vom Waldsterben bedrohten Weißtannen. Ein Thema, das auch im echten Leben relevanter denn je ist. Um die Weißtannen zu schützen, hat Ranger Jonas zwei Zapfenpflücker engagiert, die von Christian Erdt und Giulia Goldammer gespielt werden. Für das junge Pärchen soll es der letzte Job vor der Auswanderung nach Kanada sein. In schwindelerregender Höhe passiert plötzlich ein Unglück: Die Zapfenpflückerin kann sich nicht mehr halten und stürzt ab. Das Sicherungsseil bremst sie zwar ab, dennoch verliert sie die Kontrolle über ihre Arme und Beine. Eine Untersuchung bringt dann eine erschreckende Diagnose.

Turbulenzen verspricht auch die 8. Folge "Zusammenhalt". Darin geht es um eine junge Frau (gespielt von Anna Herrmann), die alleine mit ihren drei jüngeren Geschwistern auf dem Nachbar-Hof der Waldeks wohnt. Sie rettet einen Rotmilan, der durch ein Windrad verletzten wurde. Zeitgleich plant Karl Nolle, in einen Windpark in unmittelbarer Nähe zum Nationalpark zu investieren. Ranger Jonas, sein Sohn, sieht darin eine Bedrohung für die Natur, die er verhindern will.

Filmteam dreht bis Mitte September

Ob er das schafft, wird Anfang 2022 in der ARD verraten. Dann sollen die beiden neuen Folgen auf dem Sendeplatz „Endlich Freitag im Ersten“ ausgestrahlt werden. Produziert wird der Film erneut von der Neuen Deutschen Filmgesellschaft mbH im Auftrag der ARD Degeto und des MDR. Die Regie führt Thomas Jauch nach Drehbüchern von Uschi Müller und Andreas Bradler („Himmelhoch“) sowie Rainer Ruppert („Zusammenhalt“).

Bis dahin hat das Filmteam noch spannende Tage vor sich. Bis zum 15. September wird in der Sächsischen Schweiz gedreht. Auch in diesem Jahr werden die Dreharbeiten unter strengen Hygienebedingungen ablaufen, um jedes Risiko einer möglichen Corona-Infektion vorzubeugen, wie Producerin Jana Gutsch sagt. "Closed set" wird das unter Filmleuten genannt, vergleichbar mit einer "geschlossenen Gesellschaft".

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