merken
PLUS Sebnitz

Razzia im Haus des Sebnitzer OB

Bei den Durchsuchungen wegen Sprengstoffanschlägen rückte die Polizei im Privathaus des Sebnitzer OB Mike Ruckh an. Dessen Sohn steht unter Verdacht.

Mike Ruckh: Auch das Privathaus des Sebnitzer Oberbürgermeisters wurde am Donnerstag durchsucht.
Mike Ruckh: Auch das Privathaus des Sebnitzer Oberbürgermeisters wurde am Donnerstag durchsucht. © Archivfoto: Steffen Unger

Während der Razzien im Zusammenhang mit mehreren Sprengstoff-Explosionen in der Sächsischen Schweiz ist auch das Privathaus des Sebnitzer Oberbürgermeisters Mike Ruckh (CDU) durchsucht worden. Dessen 20-Jähriger Sohn soll einer der sieben Verdächtigen in dem Fall sein. Darüber berichtete zuerst die Bild-Zeitung. 

Bei der durchsuchten Wohnung in Leipzig soll es sich um die Studentenwohnung von Ruckhs Sohn handeln, der in der Messestadt Jura studiert. Eine weitere Hausdurchsuchung hat nach Informationen von Sächsische.de in Hinterhermsdorf stattgefunden. Insgesamt waren bei der Razzia am Donnerstagmorgen elf Objekte durchsucht worden, neben acht Wohnungen in der Sächsischen Schweiz auch noch weitere in Leipzig, Kamenz und im bayerischen Mühlhausen. 

Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

OB Ruckh erklärt auf Anfrage von Sächsische.de: "Ich gehe davon aus, dass alle Maßnahmen der Staatsanwaltschaft der Wahrheitsfindung dienen und vertraue darauf, dass die Ermittlungsbehörden einen gründlichen und ordentlichen Job machen." Der Oberbürgermeister sagt weiterhin: "Nicht, dass es zu falschen Verdächtigungen und Beschuldigungen kommt."

Der Sohn des Sebnitzer OB soll laut Informationen von Saechsische.de bereits am 30. August in den Fokus der Ermittler geraten sein. Er war demnach einer der drei jungen Männer, die in der Nähe eines gesprengten Toilettenhäuschens und Parkautomaten am Parkplatz Nasser Grund im Kirnitzschtal gestellt wurden. Des Weiteren sollen der 22-jährige Sohn eines Sebnitzer Unternehmers sowie ein 20-jähriger Auszubildender einer Wach- und Sicherheitsfirma zu dem Trio gehört haben.   

Beamte hatten laut Auskunft der Polizei in dieser Nacht einen Knall und einen Lichtblitz  aus dem Kirnitzschtal wahrgenommen. Auf dem Weg dahin kam ihnen ein Skoda entgegen. Kurz darauf sei eine Streife zwischen Bad Schandau und dem Nassen Grund den drei Männern begegnet. Das Auto stand nicht weit. 

Insgesamt richten sich die Ermittlungen gegen sieben Tatverdächtige im Alter zwischen 17 und 27 Jahren, fünf Männer und zwei Frauen. Sie sollen in unterschiedlichen Konstellationen für insgesamt 13 Explosionen verantwortlich sein, bei denen ein Gesamtschaden von 230.000 Euro entstanden ist. 

Weiterführende Artikel

Razzia nach Sprengstoffanschlägen

Razzia nach Sprengstoffanschlägen

Gegen sieben Tatverdächtige wird ermittelt. Sie sollen in der Sächsischen Schweiz für 13 Explosionen und Schäden von 230.000 Euro verantwortlich sein.

Fragen wirft der Zeitraum auf. Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln laut Mitteilung aktuell wegen Fällen in der Zeit zwischen dem 24. Juli und dem 30. August. Doch noch eine Woche später, in der Nacht zum 6. September, wurden im Neustädter Ortsteil Rugiswalde ein Papierkorb und die Scheiben einer Bushaltestelle gesprengt. Sachschaden laut Polizeiangaben: 4.000 Euro. 

Mehr Nachrichten aus Sebnitz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Sebnitz