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Wie sächsische Wissenschaftler gefährliche Krankenhauskeime stoppen wollen

Für die Gesundheit seiner Bürger lässt Sachsen Keime züchten und riesige Datenmengen verarbeiten. Ein Blick in die Blackbox Landesuntersuchungsanstalt.

Von Henry Berndt
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Nährboden für hungrige Bakterien: LUA-Laborleiter Tilo Hackel weist unter seiner Sicherheitswerkbank im Auftrag der Gesundheitsämter Erreger nach.
Nährboden für hungrige Bakterien: LUA-Laborleiter Tilo Hackel weist unter seiner Sicherheitswerkbank im Auftrag der Gesundheitsämter Erreger nach. © SZ/Veit Hengst

Rein optisch hat das Schälchen was von Crème brûlée, ist aber mit Sicherheit nicht so lecker. In dem runden, transparenten Gefäß, das Tilo Hackel aus dem Brutschrank holt, sind über Nacht auf einem gelblichen Nährboden Bakterienstämme gewachsen, die sich in Form von lilafarbenen Punkten verraten. „Mit hoher Wahrscheinlichkeit handelt es sich dabei um MRSA, den Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus“, sagt Hackel, Fachgebiets- und Laborleiter an der LUA, der Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen in Sachsen.

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