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Hier fühlen sich Familien in Sachsen am wohlsten

Beim Familienkompass 2020 wurden Tharandt und Rabenau zu den familienfreundlichsten Gemeinden gekürt. Welche Faktoren den Ausschlag gaben.

Beim Familienkompass 2020, der bislang größten Befragung zur Familienfreundlichkeit, haben fast 15.000 Sachsen ihren Wohnort bewertet.
Beim Familienkompass 2020, der bislang größten Befragung zur Familienfreundlichkeit, haben fast 15.000 Sachsen ihren Wohnort bewertet. © Christian Charisius/dpa

Sie schließen den Dresdner Speckgürtel nach Süden ab, haben zusammen knapp 10.000 Einwohner und sind umgeben von viel Wald: Die Kleinstädte Tharandt und Rabenau gewinnen den Familienkompass 2020.

Bei dieser bislang größten Befragung zur Familienfreundlichkeit haben fast 15.000 Sachsen ihren Wohnort bewertet. Kriterien waren unter anderem

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  • Nachbarschaft
  • Familienpolitik
  • Gesundheitsversorgung
  • Kita- und Schulqualität
  • Arbeit und Wohnen.

Platz zwei belegt die Stadt Sebnitz in der Sächsischen Schweiz, den dritten Rang teilen sich vier kleine Gemeinden aus dem Zittauer Gebirge: Jonsdorf, Olbersdorf, Oybin und Bertsdorf-Hörnitz.

Ausschlaggebend für die besten Platzierungen waren vor allem Faktoren wie familienfreundliche Nachbarschaften, bezahlbarer familiengerechter Wohnraum sowie ein Betreuungsangebot, das den Wünschen der Eltern gerecht wird. Damit setzen sich die Top-Gemeinden gegenüber anderen ab.

Defizite bei sicheren Schulwegen

Insgesamt zeichnet der Familienkompass ein sehr differenziertes Bild der Zufriedenheit von Sachsens Familien. Das wohl wichtigste Ergebnis: 84 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich genau da wohlfühlen, wo sie leben. Der Kinderfreundlichkeit in der eigenen Wohngegend und in Geschäften, dem Engagement der Kita-Erzieher und sogar dem Nahverkehrsangebot geben die Familien gute Noten, in vielen Lebensbereichen sehen sie aber reichlich Potenzial für Verbesserungen.

So fordern die Befragten, Verkehrspolitik müsse immer die Kinder im Blick haben. Vor allem bei sicheren Schulwegen sehen viele deutliche Defizite, nicht nur in den Städten. Weit vorn auf der Wunschliste stehen Investitionen in Radwege.

Ebenso deutlich ist der Wunsch an die Politik, weiter in die Bildung zu investieren. Sachsens Eltern sehen nach wie vor Verbesserungsbedarf bei der Personalausstattung der Kitas. Die Kosten, die sie für die Krippen- und Kindergartenplätze zu tragen haben, finden 41 Prozent der Befragten zu hoch. Mit Blick auf die Schule macht vor allem Unterrichtsausfall den Eltern Sorgen.

Vor allem in Leipzig und Dresden empfinden Familien die Entwicklung von Grundstückspreisen und Mieten als sehr nachteilig für die Lebensplanung. Auf dem Land hingegen ist es vor allem die oft als unzureichend empfundene medizinische Versorgung, die Einwohner besorgt.

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Alle Ergebnisse des Familienkompass und die komplette Rangliste unter www.sächsische.de/familienkompass

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