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Schneeberger Kaserne könnte Aufnahmequartier werden

Provisorische Zeltlager zur Unterbringung von Asylbewerbern in Chemnitz sollen Geschichte sein. Als Ausweichort steht die frühere Gebirgsjäger-Kaserne in Schneeberg bereit.

© ZB

Chemnitz. Der Platzmangel bei der Unterbringung von Asylbewerbern in Sachsen soll noch diese Woche ein Ende haben. Wie die Landesdirektion Sachsen am Mittwoch bekanntgab, sollen die letzten Flüchtlinge in der zentralen Aufnahmeeinrichtung in Chemnitz ihre provisorischen Zeltunterkünfte verlassen und in die vorhandenen Gebäude oder in eine frühere Kaserne in Schneeberg einziehen. Dort hatte Sachsen eine Außenstelle der zentralen Aufnahme errichtet. Sie wird seit vergangener Woche Schritt für Schritt bezogen und hat bereits knapp 250 Bewohner. Weitere 30 können dort noch untergebracht werden. „Die Lage hat sich entspannt“, schätzte Behördensprecher Holm Felber die Situation ein.

Die provisorische Unterbringung von Flüchtlingen in der zentralen Aufnahmeeinrichtung für Asylbewerber war auf Kritik gestoßen. Die Linken hatten das Leben im Zeltlager als „nicht hinnehmbaren Zustand“ bezeichnet. Die Landesregierung wurde aufgefordert, schnellstmöglich für eine menschenwürdige Unterbringung zu sorgen. Die Einrichtung befindet sich im Chemnitzer Stadtteil Ebersdorf und kann maximal 720 Menschen aufnehmen. Zum Stichtag 1. August gab es aber etwa 1.100 Betroffene zu betreuen. Auf dem Gelände wurden 100 Plätze in Containern und 210 in Zelten eingerichtet worden. Weitere Plätze gab es in einem Hotel und in Jugendherbergen.

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Laut Statistik wurden in Sachsen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 3.176 Asylbewerber registriert, 1.829 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Kaserne in Schneeberg gilt als weitere Option, sollten die Flüchtlingsströme anhalten. In der vormaligen Kaserne gibt es noch zwei andere Gebäude. Nach Aussagen von Felber sind sie aber seit längerer Zeit schon unbewohnt und müssten daher mit größerem Aufwand saniert werden. Sachsen könnte damit 560 weitere Plätze für Asylbewerber schaffen. (dpa)