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Wie Hohnsteins Bad saniert wird

Um die Zukunft des Stadtbades wurde schon oft gestritten. Inzwischen ist die Stadt aber einen entscheidenden Schritt weiter.

Von Anja Weber
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Das Stadtbad in Hohnstein wurde 1994 eröffnet. Inzwischen ist eine Generalüberholung notwendig.
Das Stadtbad in Hohnstein wurde 1994 eröffnet. Inzwischen ist eine Generalüberholung notwendig. © Steffen Unger

Das Stadtbad Hohnstein liegt am Ortseingang von Hohnstein. An das Edelstahlbecken reihen sich terrassenförmig die Liegeflächen an. Die Besonderheit Besonderheit des Bades ist der sportliche Aspekt. Für neuere Bäder eher ungewöhnlich ist das 20 Meter mal 10 Meter Becken mit einer Beckentiefe von 1,80 Metern für Schwimmer optimal. Das Bad wurde 1994 mit 3,5 Millionen Euro Fördermittel gebaut. Inzwischen ist die Technik veraltet und müsste dringend saniert werden.

Das hatte die Stadt Hohnstein auch vor. Im Jahr 2019 sollte die Sanierung geplant und 2020 umgesetzt werden. Allerdings hatte die Stadt die Rechnung ohne den damaligen Stadtrat aufgestellt. Der lehnte eine Sanierung des Hohnsteiner Bades im Juli 2019 ab. Mit der Begründung der Umbau sei zu teuer, das Bad nicht rentabel genug.

Eine der ersten Amtshandlungen des neuen Stadtrates war dann im August 2019, der Sanierung des Bades doch zuzustimmen. Nicht nur, um den Hohnsteinern Gutes zu tun. Man hat auch die Touristen im Blick, die ein wesentliches Besucherklientel im Bad ausmachen. Jetzt ist man in Hohnstein wieder einen Schritt weiter. es gibt einen Plan, wie das Bad nun erneuert wird.

Hohnsteiner Bad bald was für Warmduscher

Läuft alles, könnten die Badbesucher in der neuen Saison bereits unter einer Warmwasserdusche stehen. Bislang fließt da nur kaltes Wasser. Der Einbau neuer Duschen ist jedoch nur eine Maßnahme. So sollen unter anderem auch die Fassade und die Fenster am Funktionsgebäude erneuert werden. Investieren muss die Stadt auch in die Wasseraufbereitung.

Pläne gibt es auch für das derzeit eher dürftige Ballsportfeld. Hier soll künftig ein Ballfangzaun verhindern, dass die Volleybälle der Badbesucher in fremden Grundstücken landen. Auch das jetzige Schachfeld hat schon bessere Zeiten erlebt. Es soll ebenfalls erneuert werden. Darüber hinaus soll eine neue Tischtennisplatte auf eine gepflasterte Fläche gesetzt werden. Mit diesen Projekten für noch mehr Bewegung im Bad will die Stadt vor allem auch den sportlichen Charakter des Areals weiter ausbauen. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich nach ersten Schätzungen auf 130.000 Euro. Geld dafür hat die Stadt in den Haushaltsplan bereits eingestellt. Und es gibt Zuschüsse.

Möglich macht das ein Förderprogramm für den ländlichen Raum "Vitale Dorfkerne". Die Stadt will das nutzen, um den Sanierungsstau im Hohnsteiner Stadtbad aufzulösen. Bislang wurde das Geld für Instandhaltungen verwendet. So konnte im vergangenen Jahr die Umzäunung des Bades erneuert werden. Bereits 2018 wurde das Funktionsgebäude mit neuen Innentüren und Bodenfliesen versehen.

Im Erlebnisbad von Rathewalde stehen ebenfalls weitere Investitionen an. Vorgesehen ist unter anderem die Ertüchtigung des Überflutungsschutzes. Da wurde in den letzten Jahren zwar schon einiges getan. Aber das reichte offenbar noch nicht aus. Auch für das Erlebnisbad hofft die Stadt auf Zuschüsse aus dem Förderprogramm.

Mit den Investitionen dürften Hohnsteins Bäder dann auf dem neuesten Stand sein. Allerdings stehen danach weitere Aufgaben an. So wurde angeregt, mehr Personal für die Unterhaltung der Bäder einzustellen. Darüber hinaus wurde kritisiert, dass in Rathewalde zu wenig Parkplätze für das Erlebnisbad zur Verfügung stehen.

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