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Ski-Star Pellegrino ist in Dresden gelandet - und wo ist Kläbo?

Federico Pellegrino nach der Landung in Dresden. © Ronald Bonß

Vorjahressieger Federico Pellegrino ist am Donnerstagabend angekommen. Sein größter Rivale wird wohl aber fehlen.

Lange haben die Organisatoren vom Dresdner Skiweltcup auf Schnee von oben gehofft. Ausgerechnet am Donnerstag, dem Hauptanreisetag, hat das winterliche Wetter den Zeitplan nicht nur von Premierensieger Federico Pellegrino durcheinandergewirbelt. 

Der Italiener landete wie die Briten und Chinesen 18.20 Uhr in Klotzsche. Eigentlich sollte die Mannschaft mit einem früheren Flieger aus München kommen, doch der war wegen des Schneechaos' gestrichen worden. Pellegrino startete daher erst am Mittag in Mailand mit Zwischenlandung in Frankfurt am Main. Doch der 28-Jährige nahm die längere Anreise gelassen, kam gut gelaunt in Dresden an.

Bei der ersten Auflage des Skiweltcups vor einem Jahr hatte Pellegrino sowohl den Einzel- als auch den Teamsprint gewonnen. „Ich habe immer das Ziel, besser zu sein. Das ist in dem Fall schwierig“, sagte er mit einem Grinsen. Aber natürlich wolle er seine Siege wiederholen.

Damals hatte er am Vorabend mit dem Team einen Italiener in der Innenstadt aufgesucht – und nach dem erfolgreichen Wochenende sein Leibchen als Andenken dem Restaurantbesitzer überlassen. Ob die Betreuer dort wieder Plätze bestellt haben? „Das weiß ich nicht, aber warum nicht. Die Pizza war gut.“

Am Donnerstagabend stand trotz Verspätung vor dem Abendessen noch eine halbe Stunde locker Laufen auf dem Plan. Viel mehr Zeit wird Pellegrino an diesem Wochenende nicht in der Altstadt verbringen. „Aber vielleicht komme ich im Sommer mal mit meiner Freundin wieder.“

Der Sprinter ist erneut der große Favorit, zumal sein ärgster Rivale kurzfristig abgesagt haben soll. „Ich glaube, er kommt nicht. Aber es wird auch so schwer, wieder zu gewinnen“, meint Pellegrino.

Die Rede ist von Johannes Hösflot Kläbo. Der norwegische Superstar hatte zuletzt die Tour de Ski gewonnen und einen Start in Dresden geplant. Doch nun ließ der dreimalige Olympiasieger ausrichten, er sei zu kaputt, wie Weltcupsprecherin Viktoria Franke am Abend Sächsische.de bestätigt. Die Norweger reisen erst Freitagnachmittag an und lassen das offizielle Training aus.

Federico Pellegrino (Mitte) gewann 2018 im Einzel. Der Norweger Johannes Hoesflot Kläbo (links) wurde zweiter, dritter Lucas Chanavat aus der Schweiz. © Thomas Kretschel

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Während die ersten Sportler im Hotel Bellevue einchecken, wird davor an der Elbe die Strecke präpariert. Seit Donnerstagmorgen 6 Uhr sind Experten damit beschäftigt, eine 800 Meter lange Schneedecke optimal vorzubereiten. Wie die Arbeiten laufen, erklärt Wettkampfchef des Weltcups, Georg Zipfel, im folgenden Video. Was Besucher für das Wochenende wissen müssen, erfahren Sie in diesem Artikel.