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Der DSC ist Tabellenführer

Beim 3:1 gegen Suhl tun sich die Dresdner Volleyballerinnen zunächst schwer. Aber das hat seinen Grund.

Maja Storck (l.), Jennifer Janiska (M.) und Jenna Gray bejubeln den Erfolg des DSC gegen Suhl.
Maja Storck (l.), Jennifer Janiska (M.) und Jenna Gray bejubeln den Erfolg des DSC gegen Suhl. © kairospress

Dresden. Vermutlich wird sich Alexander Waibl die Tabelle vom 2. Februar 2021 nicht ausdrucken, einrahmen und an die Wand pinnen. Dabei gäbe es der Umstand her. Erstmals seit November 2018 steht der von ihm trainierte Dresdner SC wieder an der Tabellenspitze der Volleyball-Bundesliga.

Die Sächsinnen feierten gegen den VfB Suhl am Dienstagabend in der Margon-Arena einen hart umkämpften 3:1-Erfolg (23:25, 25:14, 25:22, 25:23). Nach dem neunten Ligasieg in Serie steht das DSC-Team in der Tabelle mit 36 Punkten aber dem besseren Satzverhältnis nun vor den punktgleichen Stuttgarterinnen.

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Diese Position wird der fünffache deutsche Meister wahrscheinlich auch eine Weile verteidigen – unter anderem deshalb, weil er am Samstag bereits erneut ein Heimspiel absolviert (gegen Aachen) und Stuttgart spielfrei hat. Waibl betrachtet die schöne Position als das, was sie ist – eine Momentaufnahme. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Nach 14 von 20 Partien der Hauptrunde taugt diese Momentaufnahme aber als Blaupause für die Kräfteverhältnisse in der Liga.

Stigrot: "Das war ein cooles Volleyballspiel"

Stuttgart und Dresden auf Augenhöhe vorn, Schwerin etwas dahinter – dann Vilsbiburg, Potsdam und Suhl – unter diesen Teams wird in dieser Saison die Meisterschaft ausgespielt, wenn es denn diesmal Play-offs gibt. Man denke an die Vorsaison, die kurz vor der K.o.-Phase erst in Pause ging, dann ganz abgebrochen wurde.

Ja, Suhl. Der VfB stellte sich in Dresden als zähester und spielstärkster Dresdner Widerpart auf nationalem Terrain seit einigen Wochen vor und ist in dieser Form durchaus in der Lage, ganz oben mitzuspielen. Also dort, wo jetzt der Dresdner SC nun steht. „Suhl hat uns viel abverlangt, es war ein cooles Volleyballspiel mit dem besseren Ende für uns“, sagte DSC-Kapitän Lena Stigrot.

Die Außenangreiferin erzielte die meisten Punkte, dicht gefolgt von Maja Storck (19), Jennifer Janiska und Camilla Weitzel (je 14). „Die spielen einen guten Volleyball, das war nicht einfach für uns, Suhl steht nicht zu Unrecht so weit oben im Ranking“, urteilte Stigrot.

Sah trotz des Sprungs an die Tabellenspitze gegen Suhl noch viel Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft: DSC-Trainer Alexander Waibl.
Sah trotz des Sprungs an die Tabellenspitze gegen Suhl noch viel Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft: DSC-Trainer Alexander Waibl. © kairospress

Dem Gastgeber gelang es aber, in kritischen Phasen – und davon gab es einige – immer ruhig zu bleiben. „Wir waren mutig, dafür wurden wir belohnt“, sagte die 26-Jährige. Über die Tabellenführung mache sie sich derzeit keine tieferen Gedanken. „Das ist tatsächlich eine Momentaufnahme. Man sieht aber auch, dass wir über viele Wochen hinweg jetzt einfach super spielen, in der Liga jetzt neun Partien in Folge gewonnen haben. Das sagt schon etwas aus, aber wir werden da weitermachen, wir ruhen uns jetzt nicht aus“.

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In einem guten Volleyballspiel sah Waibl viele Dinge, die man noch verbessern kann. „Insgesamt waren wir heute in puncto Block und Block-Präzision nicht so genau. Wir haben ein bisschen gebraucht, ein paar dumme Sachen sind ins Netz gegangen. Aber das sind Dinge, die man einer Mannschaft auch mal zugestehen muss“, sagt er. Einem Spitzenreiter sowieso.

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