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Kauczinski warnt: Damit muss Schluss sein!

Dynamo spielt eine gute Rückrunde, trotzdem sind die Verfolger gefährlich nahe gekommen. Vor dem Spitzenduell gegen Hansa hat der Trainer eine klare Forderung.

Markus Kauczinski grübelt noch, wen er gegen Hansa Rostock am Ostersonntag in die Startelf stellt.
Markus Kauczinski grübelt noch, wen er gegen Hansa Rostock am Ostersonntag in die Startelf stellt. © Foto: dpa-Zentralbild/Robert Michael

Dresden. Es ist ein Respekt zu spüren angesichts dieser Erfolgsstatistik. Erst ein Spiel hat Hansa Rostock im Jahr 2021 verloren, sammelte in den vergangenen 13 Partien 34 Punkte. "Sie haben derzeit den besten Lauf in der 3. Liga", erklärt Dynamo-Verteidiger Tim Knipping vor dem Spitzenduell am Ostersonntag (Anpfiff 14 Uhr) anerkennend. Und Trainer Markus Kauczinski findet, das seine Mannschaft "eigentlich eine sehr gute Serie spielt. Wenn man auf die der Rostocker schaut, dann ist es aber offensichtlich doch nur eine gute".

Der Abstand ist geschmolzen. Ein Punkt trennt den Ersten Dynamo nur noch vom Verfolger von der Ostsee. Bei einer Niederlage könnte Dresden - erstmals seit dem 12. Dezember - die Tabellenführung verlieren. "Es ist ein Kampf um die Spitze, aber noch keine Vorentscheidung", versucht Kauczinski bei der Pressekonferenz am Karfreitag zu relativieren. "Danach werden noch 24 Punkte vergeben." Knipping rechnet nicht anders, erkennt jedoch die Brisanz: "Uns ist bewusst, was es für ein Spiel ist. Jeder brennt darauf."

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Der Ausgang der Partie ist vor allem psychologisch wichtig. Nach dem 0:1 gegen 1860 München könnte eine weitere Niederlage gegen ein Spitzenteam der 3. Liga das Selbstvertrauen bei den Schwarz-Gelben schwinden lassen. Das wiederum wäre fatal im Saisonfinale. Womöglich klingt Kauczinski deshalb etwas kämpferischer als gewohnt. "Ich habe natürlich die Erwartung, dass wir unsere Klasse ausspielen können", erklärt er. "Zuletzt gab es immer wieder Momente, wo wir nicht so funktioniert haben. Damit muss Schluss sein. Jeder muss kapieren, das er seine Aufgabe zu 100 Prozent zu erfüllen hat."

Setzt der Trainer im Spitzenspiel auf erfahrenes Personal?

Ob mit dieser Forderung auch personelle Veränderungen verbunden sind, ließ er offen. Verzichten muss er neben den langzeitverletzten Marco Hartmann, Patrick Weihrauch und Robin Becker auch auf Verteidiger Leroy Kwadwo, der nach einem Muskelfaserriss im Adduktorenbereich "wohl zwei, drei Wochen ausfallen wird", so Kauczinski. Zudem laboriere Abwehrspieler Maximilian Großer an Knieproblemen.

Angesichts der Bedeutung der Partie könnte der Trainer mehr auf sein erfahreneres Personal zurückgreifen als zuletzt. "Wir haben auch mit einer jungen Truppe schon gezeigt, dass wir uns durchsetzen können", entgegnet der 51-Jährige. "Es ist für mich keine Frage der Erfahrung oder des Alters, sondern eher: Wer ist im Moment besser drauf?" Yannick Stark wäre nach seiner auskurierten Schulterverletzung auf jeden Fall ein Kandidat für die Startelf, auch wenn der Trainer Julius Kade und Paul Will bescheinigt, ihre Aufgabe im defensiven Mittelfeld gut gemacht zu haben.

Auch im Sturm hat Kauczinski die Qual der Wahl. Christoph Daferner, Dynamos bislang torgefährlichster Profi, ist nach seiner Knöchelverletzung einsatzbereit, daneben stehen noch Pascal Sohm, Philipp Hosiner und Luka Stor zur Verfügung. Für Agyemang Diawusie, der beim 5:0-Testsieg gegen Regionalligist Carl Zeiss Jena mit zwei Toren auf sich aufmerksam gemacht hatte, reicht es so allenfalls für die Ersatzbank.

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Egal, welche Startelf am Sonntag auf dem Platz steht, für Knipping steht fest: "Wir sind eine der besten Mannschaften in der Liga - sowohl individuell als auch im Team. Wenn wir alles hineinwerfen, dann werden am Ende da oben stehen. Davon bin ich überzeugt."

Das Spitzenspiel hier im Liveticker.

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