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Strauß lässt Aue jubeln

Der FC Erzgebirge siegt beim VfL Osnabrück und blickt in der Tabelle der 2. Fußball-Bundesliga wieder nach oben. Der Erfolg gerät nur kurz vor dem Ende in Gefahr.

Jan Hochscheidt (links) feiert mit dem Torschützen John-Patrick Strauß dessen entscheidenden Treffer.
Jan Hochscheidt (links) feiert mit dem Torschützen John-Patrick Strauß dessen entscheidenden Treffer. © dpa/Friso Gentsch

Von Sebastian Wutzler

Osnabrück. Der FC Erzgebirge Aue hat zum Abschluss der Hinrunde in der 2. Fußball-Bundesliga einen Auswärtssieg gefeiert und seinen Abwärtstrend nach zuvor zwei Niederlagen gestoppt. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster gewann am Freitagabend beim VfL Osnabrück mit 1:0 (1:0). John-Patrick Strauß erzielte in der 13. Minute den entscheidenden Treffer. In einer umkämpften Partie sah Osnabrücks Luc Ihorst in der Schlussphase die Rote Karte (90.+1).

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"Zunächst war es ein klares Foul von mir. Dann kamen ein Rempler und eine Spuckattacke in meine Richtung. Die Entscheidung, dann Rot zu zeigen, lag beim Schiedsrichter", sagte Strauß zu der Szene, die zum Platzverweis von Gegenspieler Ihorst führte. Mit dem Ausgang des Spiels war Aues Torschütze hochzufrieden: "Wir haben als Team sehr stark gespielt, waren defensiv stabil, haben offensiv immer Akzente gesetzt und die Druckphase von Osnabrück in der zweiten Halbzeit gut überstanden."

Schuster musste an der Bremer Brücke erstmals in dieser Saison auf Philipp Riese verzichten. Der zentrale Mittelfeldspieler und Leistungsträger hatte sich im Heimspiel gegen Düsseldorf das Wadenbein gebrochen. "Sein Ausfall trifft uns sehr hart", sagte der Trainer. Schuster entschied sich für Ognjen Gnjatic als Ersatz in der Startelf. Dazu rückte Jan Hochscheidt für den erkrankten Ben Zolinski in die Aufstellung.

Die Auer waren in der Anfangsphase um Spielkontrolle bemüht und gingen mit der ersten Torchance in Führung. Eine Flanke von Dimitrij Nazarov von der rechten Seite segelte an den langen Pfosten, wo Strauß herangestürmt kam und per Flugkopfball zum 1:0 traf.

Das frühe Tor kam der typischen Auer Spielweise entgegen: den Gegner kommen lassen und nach Ballgewinnen schnell umschalten. Während Osnabrück in der ersten Hälfte ohne einen gefährlichen Abschluss blieb, vergaben Pascal Testroet (19.) und Florian Krüger (35.) weitere Chancen für das Schuster-Team. Das war zwar klar spielbestimmend, ließ aber vor der Pause die letzte Konsequenz im Angriff vermissen.

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Zu Beginn des zweiten Durchgangs bot sich ein ähnliches Bild. Der VfL hatte Probleme im Offensivspiel. Die Auer blieben gefährlicher und hatten in der 56. Minute Pech. Nach einem Freistoß von Hochscheidt aus 20 Metern landete der Ball am linken Pfosten.
Sie präsentierten sich in der Defensive konzentriert und zweikampfstark. Einziges Manko blieb die fehlende Entschlossenheit in der Offensive, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden. In der 89. Minute hätte sich das fast gerächt. Ihorst köpfte nach einer Flanke knapp am Auer Tor vorbei und vergab die einzige, beste VfL-Chance zum Ausgleich. (dpa)

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