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EM 2021: Hier gibt es Public Viewing in Dresden

Die Fußball-Europameisterschaft läuft. In diesem Jahr ist alles ein wenig anders als sonst. Wo die Dresdner die Spiele live verfolgen können.

Gemeinsam Jubeln - das ist zur Fußball-EM auch in Dresden möglich.
Gemeinsam Jubeln - das ist zur Fußball-EM auch in Dresden möglich. © Symbolfoto: dpa

Dresden. Die Fußball-Europameisterschaft ist in vollem Gange. Nachdem die deutsche Nationalelf ihr Auftaktspiel gegen Frankreich am Dienstag verloren hat, liegen nun die Hoffnungen auf der Begegnung gegen Portugal an diesem Samstag. Wer unter freiem Himmel beim Public Viewing mitfiebern will, muss seine Erwartungen jedoch zurückschrauben. Denn es gelten einige Regeln.

An diesem Samstag wird erstmals auch das Rudolf-Harbig-Stadion für Zuschauer geöffnet, die sich die EM-Spiele auf der großen Leinwand anschauen wollen. Dort beginnt die Veranstaltungsreihe "Stadion Sommer". Bis zum 20. Juli stehen neben Lesungen, Konzerten und Shows eben auch die Live-Übertragungen verschiedener Fußballspiele im Rahmen der Europameisterschaft auf dem Programm.

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Die Spiele sind im VIP-Außenbereich des Dynamo-Stadions zu sehen. Laut Hygienekonzept haben bis zu 500 Gäste Platz. Los geht es am Samstag mit der Live-Übertragung der EM-Begegnung zwischen der deutschen Nationalmannschaft und dem amtierenden Europameister Portugal. Zu sehen ist das Spiel auf einer fünf mal drei Meter großen LED-Wand. Einlass ist ab 17 Uhr, Anpfiff ist um 18 Uhr.

Auch das dritte Gruppenspiel Deutschlands gegen Ungarn am 23. Juni können Fußballfans im Dynamo-Stadion live miterleben. Einlass ist ab 20 Uhr, das Spiel beginnt 21 Uhr. Darüber hinaus werden ausgewählte Achtelfinal- und Viertelfinalpartien sowie die beiden Halbfinals und das Finale zu sehen sein. Der Eintritt zu allen Public Viewing-Veranstaltungen ist frei.

Ab diesem Samstag können Fußballfans die EM-Spiele auch im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion verfolgen. IM VIP-Bereich haben bis zu 500 Zuschauer Platz.
Ab diesem Samstag können Fußballfans die EM-Spiele auch im Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion verfolgen. IM VIP-Bereich haben bis zu 500 Zuschauer Platz. © Robert Michael

Public Viewing werde wie eine Kulturveranstaltung gewertet, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Sprich: Maximal sind 999 Personen erlaubt. Diese müssen einen Mindestabstand von 1,50 Meter zueinander einhalten. Ist das nicht möglich, so gilt die Testpflicht, sofern die Zuschauer nicht vollständig geimpft oder genesen sind. Was über die 999 Gäste hinaus gehen sollte, müsste als Großveranstaltung angemeldet werden, die seit Montag wieder zulässig sind, sollte die Inzidenz dauerhaft unter 50 liegen, was in Dresden längst der Fall ist.

Das zu kontrollieren ist aber nicht die einzige Hürde für Veranstalter. Sie benötigen ein Hygienekonzept, das mit dem Gesundheitsamt abgestimmt werden muss.

Gastronomen, die die Spiele in einem Biergarten oder auf der Restaurant-Terrasse zeigen, benötigen neben einem Hygienekonzept noch Genehmigungen. Sie müssen das Umweltamt hinzuziehen. Das war auch vor Corona schon so. Das Umweltamt prüft die örtlichen Gegebenheiten, unter anderem auf Lärmbelästigung, teilt die Stadtverwaltung mit. Anschließend müssten die Gastronomen einen Sondernutzungsantrag für das Public Viewing beim Straßen- und Tiefbauamt stellen, wenn sie Fernseher oder Leinwände in öffentlichem Raum aufstellen möchten, etwa auf einem Gehweg.

Genehmigt wurde unter anderem der Antrag vom Hacker-Pschorr-Wirtshaus am Altmarkt. Auf einer Großleinwand würden alle Spiele der EM übertragen, sagt Betriebsleiter Christian Seegerer. Vor jedem Spiel der deutschen Nationalelf soll es eine Eröffnungsparty geben. Mit Public Viewing haben die Betreiber an diesem Standort noch keine Erfahrung - das Wirtshaus wurde erst Ende August 2020 eröffnet und musste im zweiten Lockdown zwei Monate später wieder schließen. "Wir sind gespannt, wie das Angebot hier in der Innenstadt angenommen wird."

Man werde zwar alle Deutschland-Spiele zeigen und wenn nötig dafür auch die Halle nutzen, sagt Mario Schulze von der Soccerarena in Niedersedlitz. Alles im Rahmen des Hygienekonzepts. Grundsätzlich gehe er aber davon aus, dass sich Public Viewing in den vergangenen Jahren totgelaufen hat und das Interesse dieses Jahr verhalten sein wird.

Einer der größten Biergärten Dresdens, der Schillergarten am Blauen Wunder, verzichtet ganz auf Public Viewing, teilen die Betreiber mit. Zugunsten des dort stattfindenden Konzertsommers, heißt es. "Lediglich eine kleine 'Fernsehecke' wird verfügbar sein."

Im Dresden 1900 auf dem Neumarkt wird der Sommer dagegen ganz im Zeichen der EM stehen. Bei frisch gezapftem Bier und moderner sächsischer Küche übertrage das Lokal alle EM-Spiele live im Freien, teilen die Betreiber mit.

Im Neustädter Louisengarten wird seit Jahren Fußball zu großen Turnieren gezeigt. So auch in diesmal. "Wir zeigen in der Vorrunde erstmal nur die Deutschlandspiele und gucken dann entspannt, wie wir in der K.O.-Runde weitermachen", so Chef Tom Knappe.

So locker will es auch die Sommerwirtschaft Saloppe handhaben. "Einfach immer mal auf unsere Internetseite gucken, welche Spiele wir zeigen", so Sprecherin Linda Glaser.

Das Wichtigste zum Coronavirus in Dresden:

Viele Spiele der Europameisterschaft werden im Landgut Hofewiese in der Dresdner Heide zu sehen sein. Die weniger gute Nachricht: Die ganz große Technik wird nicht aufgefahren, sagt Betreiber Holger Zastrow. "Der Aufwand, eine Leinwand aufzubauen ist sehr groß und ich habe diesmal das Gefühl, dass die Fußball-Euphorie noch nicht so richtig ausgebrochen ist. Vermutlich liegt das an Corona. Viele haben jetzt noch andere Sorgen", sagt er.

Deshalb werden die wichtigen Spiele innerhalb der Öffnungszeiten zwar übertragen, aber zunächst nur auf dem Fernsehbildschirm. "Sollte Deutschland weit kommen und das Turnier spannend werden, dann könnten wir auch zusätzliche Technik organisieren", sagt Zastrow.

Kein einziges Spiel wird diesmal der Johannstädter Fährgarten zeigen. Die Hürden durch die Corona-Schutzverordnung seien einfach zu hoch, sagt Wirt Jens Bauermeister.

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Gemeinschaftlichen Tor-Jubel gibt es indes in der Ballsportarena an der Weißeritzstraße an. Seit vergangenem Freitag sind alle EM-Spiele - mit und ohne deutsche Beteiligung - auf einer LED-Leinwand am Arena-Beach neben der Halle zu sehen. Seit Montag laufen die Fußballspiele auf der 32 Quadratmeter großen Leinwand.

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