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Die ostdeutsche Stimme im DFB ist tot

Erwin Bugár war Präsident des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes und Vizepräsident des DFB. Im Alter von 68 Jahren ist er überraschend gestorben.

Erwin Bugar, damaliger Präsident des Fußballverbandes des Landes Sachsen-Anhalt, aufgenommen beim 2014er Neujahrsempfang seines Verbandes. Am Mittwoch ist der 68-Jährige gestorben.
Erwin Bugar, damaliger Präsident des Fußballverbandes des Landes Sachsen-Anhalt, aufgenommen beim 2014er Neujahrsempfang seines Verbandes. Am Mittwoch ist der 68-Jährige gestorben. © Archiv/dpa/Jens Wolf

Magdeburg. Mit Trauer und Bestürzung hat die Fußball-Familie auf den Tod von Erwin Bugár. Der Präsidenten des Nordostdeutschen Fußball-Verbandes (NOFV) war am Mittwoch von einer befreundeten Mitarbeiterin des Fußball-Verbandes Sachsen-Anhalts (FSA) leblos in seiner Wohnung aufgefunden worden. Bugar wurde 68 Jahre alt.

"Der plötzliche Tod von Erwin Bugár hat uns alle beim DFB erschüttert und bestürzt. Er war im DFB-Präsidium und im gesamten deutschen Fußball sehr geschätzt - als Vertreter der Basis, der den Fußball stets in seiner Gesamtheit sah und sich große Verdienste erworben hat", sagte DFB-Präsident Fritz Keller. Er würdigte den gestorbenen Funktionär wegen seiner ausgleichenden Art als Vermittler zwischen unterschiedlichen Positionen und Ansichten.

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Sport, Politik und Wirtschaft vereint

"Erwin Bugárs Tod trifft uns sehr hart. Er war die Stimme des ostdeutschen Fußballs im DFB, und das war sehr gut", sagte NOFV-Vizepräsident Hermann Winkler der Deutschen Presse-Agentur. Im MDR würdigte Winkler den Rechtsanwalt als Freund, Ratgeber und tollen Wegbegleiter. "Er wusste immer, worüber er spricht, ich mochte seine unaufgeregte und sachliche Art. Er war ein ehrlicher Sportsfreund", sagte Winkler.

Der NOFV reagierte bestürzt. "Wir verlieren einen engagierten Sportkameraden und Freund, der sich leidenschaftlich für die Belange der Vereine eingesetzt hat. Der Erhalt der Regionalliga Nordost wird eng mit seinem Namen verbunden bleiben. Wir sind fassungslos und unsagbar traurig", heißt es in einem Nachruf.

Der FSA, dessen Präsident Bugár von 2012 bis 2018 war, betonte: "Erwin Bugár hat in 30 Jahren als Funktionär maßgeblich dafür gesorgt, dass sich der Fußballverband Sachsen-Anhalt zu einem modernen Sportverband entwickelt hat. Er hat sich neben der fachlichen Entwicklung des Verbandes immer auch um das Thema Verbandskultur bemüht und gleichzeitig den gesellschaftlichen Auftrag eines großen Sportverbandes ins Zentrum gestellt."

Neben dem Spielbetrieb habe sich Bugár stark für integrative und inklusive Maßnahmen engagiert. Auf der Landesebene habe er es verstanden, Sport, Politik und Wirtschaft zum Nutzen des Fußballverbandes zu vereinen.

Trauer auch bei ostdeutschen Klubs

Auch die ostdeutschen Vereine sind fassungslos über das Ableben des Funktionärs. "Diese Nachricht erreichte uns plötzlich und völlig unerwartet. Wir hatten ihn zuletzt noch bei allen Gesprächen um die Fortführung des Spielbetriebes in der Regionalliga Nordost als besonnenen und vereinenden Menschen kennengelernt. Sein Engagement als ehrenamtlicher Präsident des Verbandes war beispielhaft", sagte Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC.

Chris Förster, Geschäftsführer des FC Carl Zeiss Jena, ergänzte: "Erwin Bugár war ein stets verlässlichen Ansprechpartner, den wir vor allen Dingen für seine sachliche und lösungsorientierte Art sehr geschätzt haben, die beim oftmals nicht leichten Manövrieren des NOFV durch komplizierte Zeiten unerlässlich war."

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Bugár war vor zwei Jahren zum NOFV-Präsidenten gewählt worden, nachdem er zuvor sechs Jahre Präsident des Fußballverbandes Sachsen-Anhalt war. Bereits seit vier Jahren war der Rechtsanwalt Vizepräsident des Deutschen Fußball-Bundes. (dpa)

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