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Dynamo jubelt und steht in der zweiten Pokal-Runde

Gegen Paderborn hat Dynamo das bessere Ende für sich. In einer munteren Partie fällt der Siegtreffer kurz vor Schluss. Der Liveticker zum Nachlesen.

Der Kapitän erzielt die Führung. Tim Knipping jubelt nach seinem Tor zum 1:0.
Der Kapitän erzielt die Führung. Tim Knipping jubelt nach seinem Tor zum 1:0. © dpa/Robert Michael

Dresden. Es hätte ein langer Pokal-Abend werden können im Duell der Ligakonkurrenten Dynamo Dresden und SC Paderborn, doch zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit geht es plötzlich ganz schnell. Paderborn vergibt die Chance, und Dynamo trifft.

Am Ende steht es 2:1 - und die Ansage von Cheftrainer Alexander Schmidt bewahrheitet sich. "Wir brauchen kein Elfmeterschießen, wir wollen kein Elfmeterschießen, sondern das Ding vorher klar machen", sagte Schmidt vorab. Hier der Liveticker zum Nachlesen.

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2. Halbzeit

90. Minute + 6: Abpfiff. Das Spiel ist aus und Paderborn raus.

90. Minute + 5: Das sollte reichen, denn Paderborn kommt nicht mehr zum Zug.

90. Minute: Die reguläre Spielzeit ist um, doch fünf Minuten wird nachgespielt.

88. Minute: Tor für Dynamo, das ist die 2:1-Führung durch Julius Kade, der mustergültig vom eingewechselten Vlachodimos in Szene gesetzt wird. Die zweite Pokalrunde ist plötzlich ganz nah.

87. Minute: Große Chance für Paderborn, abgeblockt.

86. Minute: Noch ein Wechsel, Nummer: Für Christoph Daferner ist jetzt Agyemang Diawusie im Spiel.

82. Minute: Dritter Wechsel bei Dynamo, ein positionsgetreuer: Paul Will kommt für Yannick Stark, der vorab erklärt hatte, fürs Elfmeterschießen bereit zu stehen. Daraus wird also definitiv nichts.

81. Minute: Die letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit haben begonnen, und drei, vier Minuten wird es am Ende noch obendrauf geben. Diese Pokalpartie wogt jetzt hin und her.

74. Minute: Stadionsprecher Peter Hauskeller gibt die offizielle Zuschauerzahl bekannt. Bis zu 16.00 hätten es werden dürfen, und gekommen sind: 12.702.

72. Minute: Inzwischen hat auch Paderborn zweimal gewechselt, und so langsam beginnt die Schlussphase. Geht eine von beiden Mannschaften ins Risiko oder lassen sie es doch auf eine Verlängerung ankommen - und notfalls das Elfmeterschießen?

65. Minute: Dynamo wechselt zweimal: Ransford Königsdörffer und Michael Akoto, der ein gutes Spiel gemacht hat, verlassen den Platz, neu dabei sind Heinz Mörschel und Panagiotis Vlachodimos.

Alexander Schmidt ist nach gut hundert Tagen im Amt noch immer ungeschlagen, die Serie soll heute bestehen bleiben. Engagiert ist auch der Cheftrainer bei der Sache.
Alexander Schmidt ist nach gut hundert Tagen im Amt noch immer ungeschlagen, die Serie soll heute bestehen bleiben. Engagiert ist auch der Cheftrainer bei der Sache. © dpa/Robert Michael

64. Minute: Nächste Dynamo-Chance, diesmal schießt Morris Schröter - und der Pfosten rettet.

63. Minute: Dynamo lässt sich nicht beirren und spielt weiter munter nach vorn. Königsdörffer hat die Chance, die der Torwart vereitelt.

61. Minute: Ausgleich für Paderborn. Im Angriff vergibt Dynamo eine gute Möglichkeit durch Brandon Borrello - und wird dann klassisch ausgekontert. Zunächst rettet noch der Pfosten, im Nachschuss ist dann der frühere Cottbuser Sven Michel zur Stelle und vollendet zum 1:1.

Der Vorteil ist damit wieder dahin!

58. Minute: Michael Akoto wird lange behandelt, sogar eine Trage steht bereit. Doch der Neuzugang rappelt sich wieder auf - und kehrt unter Beifall aufs Spielfeld zurück.

54. Minute: Tor für Dynamo, Tim Knipping trifft - und das nach einem Eckball. Gerade war doch hier von schwachen Standards die Rede!

Und auch dieser Eckball von Chris Löwe schien gar nicht so gefährlich, doch Dynamos Kapitän steigt in der Mitte am höchsten und erzielt per Kopf an allen vorbei das 1:0. Nach seinem ersten Ligatreffer am Sonntag gegen den HSV folgt nun also Knippings erstes Pokal-Tor im schwarz-gelben Trikot.

Tim Knipping gegen alle. Dynamos Kapitän erzielt per Kopf das Tor zum 1:0.
Tim Knipping gegen alle. Dynamos Kapitän erzielt per Kopf das Tor zum 1:0. © dpa/Robert Michael

50. Minute: Starke Parade von Dynamos Torwart, und das gleich zweimal hintereinander. Erst wehrt er einen Schuss ab, danach den unmittelbar folgenden Flugkopfball. Die Null steht weiter.

47. Minute: Freistoß Dynamo, doch die Standards wie dieser sind bislang auch zu ungefährlich.

46. Minute: Der Ball rollt wieder.

Pause

Gerechtes Unentschieden nach 45Minuten. Beide Mannschaften gehen nicht zimperlich zur Sache, phasenweise ist es schon der heiße Pokalfight, den Dynamos Trainer angekündigt hatte. Doch je näher die Spieler vors gegnerische Tor kommen, desto mehr verlieren sich die Angriffe.

Wirklich gefährlich ist es eher selten. Mit den Händen mussten die Torhüter bislang kaum eingreifen, dafür sind sie umso mehr mit den Füßen in das Spiel ihrer Mannschaft eingebunden.

1. Halbzeit

45. Minute: Auf die Sekunde genau pfeift der Schiedsrichter ab, Grund zum Nachspielen gibt es tatsächlich nicht.

36. Minute: Doppelchance für Dynamo. Erst kommt Michael Sollbauer nach einem Löwe-Eckball zum Kopfball, wenig später schießt Michael Akoto nach sehenswerter Vorarbeit von Ransford Königsdörffer. Beide Möglichkeiten zusammen würden vermutlich 100 Prozent ergeben, jede für sich reicht dagegen nicht für die Führung.

Auch daran merkt man, dass wieder Zuschauer im Stadion sind. Paderborns Marco Schuster beräumt das Spielfeld...
Auch daran merkt man, dass wieder Zuschauer im Stadion sind. Paderborns Marco Schuster beräumt das Spielfeld... © dpa-Zentralbild

34. Minute: Es ist inzwischen das typische Spiel zwischen den Strafräumen, immer noch engagiert geführt, aber ohne die nötige Präzision in Strafraumnähe.

26. Minute: Auf der anderen Seite versucht es Dynamos Neuzugang Brandon Borrello, der australische Frühaufsteher, mit einem Fernschuss, der abgefälscht und deshalb weit das Tor verfehlt. Die nachfolgende Ecke bringt ebenfalls nichts ein.

24. Minute: Und da ist die erste gute Chance - für Paderborn. Doch Tim Knipping blockt den Schuss im Strafraum, auch den Eckball danach klärt Dynamos bislang bester Spieler in der noch jungen Saison.

21. Minute: Die Hälfte der ersten Hälfte ist fast rum, und nach der lebhaften Anfangsphase beruhigt sich das Spiel erst einmal ein wenig. Beide Mannschaften setzen auf Tempo, ohne dass es bislang gefährlich wurde in Tornähe.

Dynamos Ransford-Yeboah Königsdörffer gegen Paderborns Uwe Hünemeier.
Dynamos Ransford-Yeboah Königsdörffer gegen Paderborns Uwe Hünemeier. © dpa/Robert Michael

14. Minute: Das Spiel nimmt Fahrt auf, und nach dem ersten Eckball für die Gäste muss sich Dynamos Nummer eins Kevin Broll schon mächtig strecken, um den Kopfball abzuwehren.

12. Minute: Frühe Gelbe Karte für Yannick Stark nach einem Foul im Mittelfeld, absolut in Ordnung.

11. Minute: Dynamo kommt zunehmend besser ins Spiel, übernimmt so langsam die Kontrolle. Dank dem Schmidt'schen Pressing, mit dem Paderborn sichtlich Schwierigkeiten hat.

8. Minute: Erste Mini-Chance für Dynamo. Nach gutem Pressing kommt Morris Schröter zum Schuss, der aber kein Problem darstellt für Paderborns Torwart.

Das Spiel läuft, und das Rudolf-Harbig-Stadion ist unter Corona-Auflagen gut gefüllt. Mehr als 10.000 Zuschauer sind gekommen.
Das Spiel läuft, und das Rudolf-Harbig-Stadion ist unter Corona-Auflagen gut gefüllt. Mehr als 10.000 Zuschauer sind gekommen. © dpa/Robert Michael

4. Minute: Auf dem Spielfeld passiert noch nicht so viel, dafür hört es sich von den Tribünen wieder nach Fußball an. Mehr als 10.000 Fans sind im Rudolf-Harbig-Stadion - und unterstützen Dynamo mit Sprechchören lautstark.

1. Minute: Dynamos Kapitän Tim Knipping hat die Platzwahl gewonnen, das Spiel läuft. Schiedsrichter Christof Günsch aus Marburg hat angepfiffen.

Schmidt ist gut 100 Tage im Amt - und ungeschlagen

20.20 Uhr: 103 Tage ist Dynamos Trainer jetzt im Amt. Sein Fazit: "Solange ich ungeschlagen bin, ist auch die Mannschaft ungeschlagen. Und das ist natürlich hervorragend", sagt Schmidt zu seiner Serie von acht Partien ohne Niederlage. Diesen Nimbus wolle er so lange wie möglich aufrecht erhalten, und er ist sehr zuversichtlich, das dies gegen Paderborn gelingt. "Fühlt sich alles ganz anders an, es sind viel mehr Leute im Stadion. Das inspiriert uns noch mal zusätzlich, wir sind voll motiviert. Mit den Zuschauern im Rücken wollen wir die Weichen stellen."

19.45 Uhr: Eine Stunde vor dem Anpfiff hat Dynamo die Aufstellung veröffentlicht. Und das ist die Anfangsformation: Broll - Akoto, Sollbauer, Knipping - Schröter, Stark, Kade, Löwe - Borrello - Königsdörffer, Daferner.

Sieht ganz danach aus, als ob Schmidt die Abwehr von der Vierer- auf eine Dreierkette umstellt. Auf jeden Fall gibt Neuzugang Michael Akoto sein Debüt in der Startelf.

Die Aufstellung beider Mannschaften.
Die Aufstellung beider Mannschaften. © sächsische.de

Bei Dynamo fehlen: Patrick Wiegers (Reha nach Kreuzbandriss), Kevin Ehlers und Patrick Weihrauch (beide Aufbautraining nach Muskelfaserriss) sowie Luca Herrmann. Der Neuzugang laboriert an einer Verstauchung im linken Knie und muss zwei Wochen lang eine Schiene tragen. Danach beginnt die Reha.

Dagegen sind Kapitän Sebastian Mai, Paul Will, Patrick Weihrauch und Agyemang Diawusie nach Aussage von Schmidt wieder einsatzbereit und bis auf Weihrauch, der im Aufgebot fehlt, auch eine Option.

Dynamo hat fürs mögliche Elfmeterschießen trainiert

Der Cheftrainer hat sich und die Mannschaft auf den Ernstfall vorbereitet, wobei man den eben kaum simulieren kann. "Wir haben es grundsätzlich schon geübt", berichtet Schmidt, aber: "Das ist relativ, denn das Elfmeterschießen selbst ist dann doch eine hohe emotionale Belastung. Trotzdem haben wir uns ein bisschen Sicherheit geholt. Ich will nicht aus der Kalten die Spieler durchgehen und fragen: Traust du es dir zu?" Das heißt, es gibt einen "Schützenpool von einer größeren Anzahl an Spielern", wie er sagt, die einen guten Eindruck hinterlassen haben. "Aber das ist natürlich keine Garantie."

Und scherzhaft meint der Chefcoach: "Wenn natürlich der Hauptschütze in der regulären Spielzeit zwei Strafstöße verschießt, würde er im Elfmeterschießen wahrscheinlich nicht mehr antreten." Einer bekennt sich vorab zur Verantwortung: "Ich würde mich auf jeden Fall bereiterklären, einen zu schießen", sagt Vizekapitän Yannick Stark.

Die Sensation im sächsischen Prestigeduell

In der Vergangenheit hat Dynamo meist gute Erfahrungen mit dem Elfmeterschießen im Pokal gemacht. 1981 feierten die Schwarz-Gelben mit 5:4 Treffern im Finale gegen den BFC Dynamo einen von sieben Pokaltriumphen in der DDR, 1993/94 warfen sie erst den VfL Wolfsburg und dann Bayer Leverkusen raus und zogen ins Halbfinale ein - bislang das beste Abschneiden im DFB-Pokal. Am besten in Erinnerung ist der Pokalkrimi von vor fünf Jahren, als Dynamo gegen RB Leipzig zur Pause mit 0:2 zurücklag, durch zwei Tore von Stefan Kutschke ausglich und nach torloser Verlängerung alle fünf Dresdner Schützen die Nerven behielten. RB-Kapitän Dominik Kaiser versagten sie dagegen. Die Pokalsensation in diesem sächsischen Prestigeduell war perfekt.

Als solche würde ein Weiterkommen gegen Paderborn vermutlich nicht bezeichnet, schließlich spielen beide Mannschaften in der zweiten Liga, bereits am Sonntag, dem 29. August, geht es um Punkte. Aber Schmidt warnt davor, den "machbaren Gegner" zu unterschätzen. "Sie verfügen über eine gute defensive Kompaktheit und sind mit ihrem schnellen Umschaltspiel sehr gefährlich", sagt der Trainer. Außerdem werde sich sein Kollegen Lukas Kwasniok "ein paar taktische Details einfallen lassen".

Das gehört allerdings auch zu den positiven Erkenntnissen nach dem 1:1 beim Hamburger SV am Sonntag, als Dynamo in der ersten Halbzeit einige Schwierigkeiten hatte, die aber mit ein paar Umstellungen in den Griff bekommen hat. "Unser Mannschaft hat gezeigt, dass wir gut vorbereitet sind und auf taktische Raffinessen reagieren können", sagt Schmidt, der einen Torwartwechsel ausschließt.

Kevin Broll würde also derjenige sein, der bei einem möglichen Drama am Schluss zum Helden werden könnte. Die Chancen darauf stünden gut, denn von bislang 24 Elfmetern in Liga zwei und drei hat der 25 Jahre alte Schlussmann elf gehalten.

Die Hintergründe zu Dynamo und der zweiten Liga:

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