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Dynamo gegen Werder: Das Bruderduell fällt aus

Weder Sebastian noch Lukas Mai stehen in der Startelf. Beide Trainer haben dafür gute Gründe. Trainer Schmidt äußert sich zu Probespieler Traoré.

Richtig glücklich sehen Sebastian und Lukas Mai (r.) vor dem Spiel nicht aus. Der Dresdner bleibt die gesamten 90 Minuten draußen, der Bremer wird nach der Pause eingewechselt.
Richtig glücklich sehen Sebastian und Lukas Mai (r.) vor dem Spiel nicht aus. Der Dresdner bleibt die gesamten 90 Minuten draußen, der Bremer wird nach der Pause eingewechselt. © dpa-Zentralbild/Robert Michael

Dresden. Es gab einige interessante Personalien am Rande dieser Partie, zum Beispiel die von Robin Becker. Dynamos Rechtsverteidiger stand gegen Bremen zum ersten Mal seit Januar und einem Kreuzbandriss wieder in der Startelf. Sein Comeback vor einem Monat hatte nur eine Minute gedauert. In der Nachspielzeit eingewechselt, sah er nach einer Notbremse Rot und wurde für zwei Spiele gesperrt. Am Sonntag musste er beim 3:0-Sieg der Dresdner nach 59 Minuten vom Platz – aber nicht wegen einer Verletzung oder eines Platzverweises. „Er konnte einfach nicht mehr, war platt“, erklärte danach Dynamo-Trainer Alexander Schmidt.

Interessant hätte auch die Personalie Ibrahima Traoré werden können, der seit Donnerstag zum Probetraining in Dresden ist. Doch eine Verpflichtung des 33-jährigen Ex-Gladbachers verkündete Schmidt noch nicht: „Wir sind da immer noch am abklären. Er hat einen guten Eindruck hinterlassen, aber es muss eben alles passen.“ Womöglich geht es um finanzielle Details.

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Die naheliegendste Personalie war die der Mai-Geschwister: Sebastian gegen Lukas Mai. Doch das Bruderduell fiel aus. Lediglich vor und nach dem Spiel trafen sich die beiden gebürtigen Dresdner. Während Lukas, der in dieser Saison von Bayern München an Bremen ausgeliehen ist, nach der Halbzeitpause eingewechselt wurde, musste Sebastian die kompletten 90 Minuten von Außen zuschauen. Laut Schmidt hat er das ohne Murren akzeptiert. „Ich kann mich an keinen Sportsmann erinnern, der das so sportlich aufgenommen hat. Er ist ja schließlich der Kapitän. Aber er weiß, dass er die Vorbereitung nicht komplett mitgemacht hat, noch nicht auf dem hundertprozentigen Level und die zweite Liga für ihn neu ist“, erklärte der Trainer. Vor einer Woche gegen Darmstadt stand der 27-Jährige dagegen in der Startelf. „Da hatte es gegen die großen und wuchtigen Angreifer gepasst. Wir reagieren taktisch auf die jeweilige Situation. Diesmal ging es mehr um Geschwindigkeit“, so Schmidt. Deshalb durfte Michael Akoto anstelle von Mai spielen.

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Auch Bremens Trainer hatte eine schlüssige Erklärung für den Bankplatz von Lukas. Durch den Ausfall des 32-jährigen Mittelfeldspielers Christian Groß „wollte ich in die junge Mannschaft ein bisschen mehr Erfahrung und Stabilität reinbringen“, erläuterte Markus Anfang. Deshalb entschied er sich für Marco Friedl (23) und gegen Lukas Mai (21). In der Halbzeit ließ Anfang dann den gelb-rot-gefährdeten Anthony Jung in der Kabine – und ein Mai durfte doch noch spielen. (SZ/dk)

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