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Dynamos Siegtorschütze: "Ganz so einfach ist es nicht"

Hochverdient ist das 1:0 im Ostduell gegen Magdeburg, meint Yannick Stark. Danach spricht er über Risiko (bei seinem Tor) und Nebenwirkungen (für die nächsten Spiele).

Voll erwischt: Yannick Stark nimmt Maß und trifft. Sein Schuss in der 54. Minute beschert Dynamo das Tor des Tages gegen Magdeburg und den ersten Heimsieg in dieser Saison.
Voll erwischt: Yannick Stark nimmt Maß und trifft. Sein Schuss in der 54. Minute beschert Dynamo das Tor des Tages gegen Magdeburg und den ersten Heimsieg in dieser Saison. © dpa-Zentralbild

Dresden. Dynamo Dresden hat mit dem 1:0-Erfolg gegen den 1. FC Magdeburg den sich zuletzt andeutenden Abwärtstrend gestoppt, bevor der so richtig beginnen konnte. Mann das Spiels: Siegtorschütze Yannick Stark. Nicht nur aufgrund seines Treffers lieferte der Neuzugang und stellvertretende Kapitän, der vom Zweitligisten Darmstadt kam, eine überzeugende Leistung ab. Und bewies, dass sich Risiko lohnt. Wenn auch nicht immer, wie der 29-Jährige im Interview danach erklärt.

Herr Stark, wie bewerten Sie den Sieg gegen Magdeburg?

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Das war ein sehr schöner und wichtiger Sieg für uns. Wir sind von der ersten Minute an geschlossen aufgetreten. So war es ein hochverdienter Sieg, der sich in einem Derby noch besser anfühlt.

Und wie fühlt es sich an, in so einem Spiel das entscheidende Tor erzielt zu haben?

Ich freue mich, dass ich der Mannschaft mit dem Treffer helfen konnte, den Dreier hier zu behalten. Ich hätte mich aber genauso gefreut, wenn den jemand anderes gemacht hätte.

Der Ball sprang nach Paul Wills Kopfball an die Querlatte zurück ins Spielfeld und genau vor Ihre Füße. Sie haben dann direkt geschossen - und getroffen. Sah relativ einfach aus, kann aber auch schiefgehen. Wie haben Sie's empfunden?

Ich bin jemand, der immer volles Risiko geht. Den Schuss habe ich mit Vollspann erwischt, die fliegen auch gern einmal zur Eckfahne oder aus dem Stadion raus. Das ist mir auch schon einige Male passiert, davon lasse ich mich aber nicht entmutigen. Solche Tore wie heute ermutigen mich noch eher, es weiter zu probieren. Ganz so einfach ist es nicht, doch in der Situation war es die beste Variante. Wenn er dann einschlägt, habe ich alles richtig gemacht.

Dem Tor vorausgegangen ist ein Freistoß. Ist das bei Standardsituation genau die Position, die Sie einnehmen sollen?

Das variiert, ich habe eher eine schwimmende Position. Das entscheide ich aus dem Gefühl, ob ich einlaufe oder mich absetze. Das ist natürlich gut, wenn der Ball am Ende dahin kommt, wo ich bin. Wir sollten hier aber jetzt nicht alle Tricks verraten.

Das Tor erinnerte an Ihr erstes beim 4:1-Sieg im Pokal gegen den Hamburger SV. Da konnten Sie vor deutlich mehr Fans jubeln. Wie hat es sich diesmal mit lediglich 999 zugelassenen Zuschauern angefühlt?

Gegen Hamburg war es ein emotionaleres Gefühl, weil mehr Zuschauer ins Stadion durften. Doch es ist müßig, sich darüber aufzuregen, weil gerade leider andere Dinge unser Leben bestimmen. Natürlich würden wir gern vor mehr Zuschauern spielen, die Emotionen in einem ausverkauften Ostderby wären sicherlich richtig krass. Wir sind aber Profis und müssen die Situation annehmen. Zumindest konnten wir die knapp 1.000 Leute im Stadion und einige mehr vor dem Fernseher glücklich machen.

Was kann die Mannschaft aus der Partie für die nächsten Wochen mitnehmen?

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Gut 10.000 Tickets waren für das Ostduell gegen Magdeburg verkauft, doch nur 999 Zuschauer dürfen ins Stadion. Sportliche Folgen, meint der Trainer, hat das nicht.

Ein gutes Gefühl. Nach der Niederlage vor einer Woche in München waren wir sehr geknickt und zurecht enttäuscht. Es ist wichtig für uns als Mannschaft zu sehen, wie wir agieren müssen, damit die Rädchen ineinandergreifen und wir eine erfolgreiche Mannschaft sein können. Jetzt fahren wir gestärkt, mit einem positiven Gefühl und mit Selbstvertrauen nach Lübeck. Dort wollen wir unsere Leistung bestätigen. Eine ähnliche Situation hatten wir auch nach Kaiserslautern und Hamburg. Es ist ein Prozess, in dem wir weiter hungrig sein und unsere Leistung weiter abrufen müssen, um erfolgreich zu sein.

Das Gespräch notierte Jens Maßlich.

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