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Dynamo gewinnt Ost-Duell gegen Magdeburg

Der Elb-Clasico war mal wieder spannend, letztlich reicht den Dresdnern ein Tor von Stark zum Sieg. Der Liveticker zum Nachlesen.

Yannick Stark hat Dynamos Siegtreffer im Ost-Klassiker gegen den 1. FC Magdeburg erzielt. Die Dresdner gewinnen verdient.
Yannick Stark hat Dynamos Siegtreffer im Ost-Klassiker gegen den 1. FC Magdeburg erzielt. Die Dresdner gewinnen verdient. © Jan Huebner

Dresden. Es ist vollbracht. Dynamo gewinnt das Ost-Duell gegen den 1. FC  Magdeburg, wenn auch nur mit 1:0. Das knappe Ergebnis spiegelt die Spiel- und Chancenvorteile jedoch nicht wirklich wider. Die Dresdner waren dominant, hatten die Partie zu jeder Zeit im Griff. "Wir haben einfach eine sehr gute Leistung gezeigt, waren in den Zweikämpfen präsent, haben den Ball gut laufen lassen und schnell zu unserer Sicherheit gefunden", analysierte Torschütze Yannick Stark danach beim MDR.

Hier können Sie das Spiel in Ruhe Revue passieren lassen - unser Liveticker:

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Schlusspfiff: Dynamo verteidigt die knappe Führung clever auch über die drei Minuten Nachspielzeit und gewinnt das Prestige-Duell gegen den 1. FC Magdeburg mit 1:0 (0:0) durch das Tor von Stark. Ein wichtiger Sieg für die Dresdner. 

Dynamo führt und jubelt: Torschütze Yannick Stark (2. v. l.) feiert sein Tor zum 1:0 mit Kevin Ehlers (l-r), Sebastian Mai, Philipp Hosiner und Ransford-Yeboah Königsdörffer.
Dynamo führt und jubelt: Torschütze Yannick Stark (2. v. l.) feiert sein Tor zum 1:0 mit Kevin Ehlers (l-r), Sebastian Mai, Philipp Hosiner und Ransford-Yeboah Königsdörffer. ©  dpa/Robert Michael

90. Minute: Magdeburg bisher nicht wirklich gefährlich. Dynamos Sieg wäre verdient. Aber noch ist nicht Schluss. 

85. Minute: Dynamo gelingt es bisher gut, die Gäste vom eigenen Tor fern zu halten. Magdeburg versucht allerdings, den Druck zu erhöhen. Nervenkitzel für die Schlussphase garantiert.

82. Minute: Nun ist auch Panagiotis Vlachodimos in der Partie, er kommt für Königsdörffer. Das heißt auch: Marvin Stefaniak bleibt erst einmal auf der Bank, die linke Außenbahn wäre auch eine Position für den Rückkehrer gewesen.

77. Minute: Zweiter Wechsel bei den Dresdnern: Für Patrick Weihrauch kommt Julius Kade. Für den 21-Jährigen, der von Union Berlin zu Dynamo kam, ist es der erste Einsatz für die Schwarz-Gelben in der 3. Liga. 

75. Minute: Nun kann es für Hosiner in diesem Spiel nicht mehr klappen mit dem Torerfolg. Stürmer-Wechsel bei Dynamo, Christoph Daferner jetzt im Spiel.

73. Minute: Raten Sie mal: Wer hatte die nächste Dynamo-Chance? Natürlich! Hosiner. Nach Flanke von Diawusie bringt er den Kopfball aufs Tor, aber FCM-Torwart Behrens verhindert den Treffer, den sich der 31-Jährige allein schon für seinen Fleiß und seine Präsenz vor dem Tor längst verdient hätte.

70. Minute: Dynamo hat das Spiel im Griff, aber die Führung ist nach wie vor hauchdünn. Die Magdeburger kommen offensiv nicht wirklich zum Zuge, es fehlt ihnen sowohl Tempo als auch Risiko. 

58. Minute: Das gibt es doch nicht! Wieder ist es Hosiner, der für eine Art Vorentscheidung sorgen kann. Erst spielt Will mit seinem Pass Königsdörffer frei, dessen Eingabe erwischt der Stürmer - aber diesmal geht der Ball drüber.

53. Minute: Tor für Dynamo! Nach einem Freistoß von Patrick Weihrauch trifft Paul Will per Kopf die Latte. Doch der Ball landet vor den Füßen von Patrick Stark - und der macht es ganz stark, zieht direkt ab und trifft zum 1:0. Will steht zwar im Abseits, aber wird nicht aktiv und behindert auch den FCM-Torwart nicht.

51. Minute: Das war sie - aber eben wieder nur fast. Hosiner verpasst mit seiner zweiten großen Chance erneut die Führung für Dynamo. Nach einem klasse Spielzug und dem Zuspiel  von Diawusie kommt er zwischen zwei Magdeburger Verteidigern an den Ball, verfehlt mit seinem Abschluss aber um Zentimeter das Tor.

46. Minute: Anstoß für Magdeburg und gleich der erste Abschluss: Beck kommt frei zum Schuss - drüber. 

In der Pause äußern sich die Sportdirektoren beim MDR. "Man sollte nicht vergessen: Es ist erst der dritte Spieltag, die Saison noch wahnsinnig jung. Natürlich hatten beide vorige Woche kein gutes Ergebnis erzielt, sodass die allerbreiteste Brust bei beiden Mannschaften nicht da ist", sagt Dynamos Robert Becker. "Das Spiel ist noch verhalten, man merkt, dass auf beiden Seiten ein bisschen Unsicherheit besteht. Wir haben es in der Offensive gut gelöst, in der Offensive muss mehr gehen", meint Mario Kallnick für den 1. FC Magdeburg.

Philipp Hosiner (l.) wird hier von Magdeburgs Tobias Müller gefoult. Dynamos Angreifer hatte bereits vier Chancen, aber getroffen hat er noch nicht.
Philipp Hosiner (l.) wird hier von Magdeburgs Tobias Müller gefoult. Dynamos Angreifer hatte bereits vier Chancen, aber getroffen hat er noch nicht. ©  dpa/Robert Michael

Pause. Keine Tore bisher. Beiden Teams merkt man die Verunsicherung an, sie konzentrieren sich darauf, keine Fehler zu machen. Deshalb fehlt das Risiko in der Offensive. Positiv: Dynamo ist inzwischen dominant, hatte durch Hosiner die bislang beste Chance. 

40. Minute: Jetzt ist auch Farbe im Spiel. Dynamos Max Kulke kommt mit seiner Grätsche zu spät und erwischt Maximilian Franzke am Fuß. Schiedsrichter Schröder zeigt die erste Gelbe Karte.

30. Minute: Die Partie nimmt Fahrt auf, drei Chancen binnen drei Minuten: Dynamos Paul Will versucht es mit einem Fernschuss, den FCM-Verteidiger Tobias Müller blockt (27.). Aber Magdeburg setzt kurz darauf ebenfalls ein erstes Offensiv-Zeichen: Torjäger Christian Beck kommt nach einer Ecke frei zum Kopfball, Kevin Broll hält sicher - und dann hat Philipp Hosiner die bislang beste Möglichkeit: In die Eingabe von Will fliegt der Angreifer mit dem Kopf, aber FCM-Torwart Morten Behrens pariert stark (29.).

15. Minute: Beide Mannschaften lassen es bislang ruhig angehen. Vorsicht scheint die erste Maßgabe zu sein, gefährliche Abschlüsse gab es noch keine.

1. Minute: Schiedsrichter Robert Schröder aus Hannover hat die Partie angepfiffen. "Es ist sehr wichtig, ein Derby wie gegen Aue", sagte Markus Kauczinski vorher bei Magenta-TV. "Darauf wird man oft angesprochen. Es wird wichtig sein, die Nerven zu bewahren."

Dynamo hat den Familienblock geöffnet. Nur 999 Zuschauer dürfen beim Ost-Klassiker gegen den 1. FC Magdeburg im Rudolf-Harbig-Stadion dabei sein.
Dynamo hat den Familienblock geöffnet. Nur 999 Zuschauer dürfen beim Ost-Klassiker gegen den 1. FC Magdeburg im Rudolf-Harbig-Stadion dabei sein. ©  dpa/Robert Michael

Dynamos Trainer Markus Kauczinski hat seine Startelf nach der enttäuschenden Leistung gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern in München und der 0:3-Niederlage verändert. Für Tim Knipping, der nach Gelb-Rot gesperrt ist, steht Kevin Ehlers zum ersten Mal in dieser Saison von Anfang an auf dem Platz. Außerdem ersetzen Ransford-Yeboah Könisgdörffer den zuletzt schwachen Panagiotis Vlachodimos und Philipp Hosiner den glücklosen Christoph Daferner.

Dynamo beginnt mit: Broll - Kulke, Ehlers, Mai, C. Löwe - Will - Stark, Weihrauch - Diawusie, Hosiner, Königsdörffer.

Neuzugang Marvin Stefaniak sitzt zunächst auf der Bank.

Ansonsten sind die Alternativen diesmal rar. Außer Knipping fehlen gleich sechs Profis verletzt oder angeschlagen: Die Stürmer Pascal Sohm und Luka Stor sowie die Defensivkräfte Robin Becker, Marco Hartmann, Justin Löwe und Jonathan Meier. 

Ein besonderes Spiel ist es für Thomas Hoßmang. Der Chefcoach des 1. FC Magdeburg bestritt für Dynamo in der Saison 1994/95 seine 18 Bundesliga-Spiele, blieb trotz des Zwangsabstieges in die Regionalliga in Dresden und wurde Kapitän bei den Schwarz-Gelben. "Es ist etwas Besonderes, hier zu sein. Magdeburg ist aber seit  sieben Jahren mein Zuhause", sagte der 53-Jährige kurz vor dem Anpfiff bereits im Stadion. 

Anders als bei den Dresdner entspannte sich für Hoßmang beim 1. FCM in dieser Woche die Personalsituation. So steht Tobias Müller nur vier Wochen nach einem doppelten Rippenbruch wieder auf dem Platz, auch die Neuzugänge Alexander Bittroff (zuletzt Uerdingen) und Maximilian Franzke (FC St. Pauli) gehören gleich zur Startelf.

Wegen Corona-Zahlen: Nur 999 Fans zugelassen

Sächsische.de berichtet aktuell und ausführlich. Allerdings gab es bereits am Freitagvormittag eine ernüchternde Nachricht abseits des Platzes: Aufgrund des Anstiegs der Sieben-Tage-Inzidenz in Dresden auf einen Wert von 26 Infektionen pro 100.000 Menschen darf das Spiel nur vor maximal 999 Zuschauern stattfinden. Im Vorverkauf wurden laut Verein bis dahin schon mehr als 10.000 Tickets verkauft. Dynamo hat das neue Dilemma für die Fans gelöst und nur wird nur einige Blöcke öffnen.

Schon vorher war klar, dass es eine solche Aktion wie am 31. Oktober 2015 bei diesem Ost-Klassiker nicht geben wird. Damals hatten Dynamos Ultras den Europa-Rekord aufgestellt. In ihrer Choreografie hüllten sie das gesamte Stadion mit Ausnahme des Gäste-Bereiches in eine riesige Blockfahne. Größere hatte es zuvor nur in Südamerika gegeben. Die zusammenhängende Fahne ging über alle Ränge, ausgenommen nur der Gästebereich, und war 350 Meter lang sowie 35 Meter hoch, insgesamt 12.250 Quadratmeter groß. Die Aufschrift: "Die Legende aus Elbflorenz – der Verein mit den besten Fans". 

Magdeburg als Tabellenletzter in Dresden

Brisanz zieht das Spiel auch diesmal aus der Vergangenheit, nicht zuletzt aber auch aus der derzeitigen sportlichen Konstellation. Dynamo steckt nach den Siegen im DFB-Pokal gegen Hamburg und beim Liga-Auftakt in Kaiserslautern im Formtief inklusive Ergebnisdelle. Dem 1:1 gegen Mannheim folgte zuletzt das 0:3 bei Bayern München II. Das bedeutet Tabellenplatz zwölf. Deutlich ernster ist die Lage der Magdeburger. Mit nur einem Punkt aus drei Spielen ging der Saisonstart vollkommen daneben, die neuformierte Mannschaft ist Tabellenletzter.

Damit ist das Motto klar: Verlieren verboten! Wobei in Dresden gemessen am Vorhaben, am Ende der Saison in die zweite Liga zurückzukehren, schon ein Unentschieden für einen weiteren Rückschlag sorgen würde.


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