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Vetter gewinnt auch in Gateshead

Beim von London nach Nordengland verlegten Golden League Meeting macht es der Dresdner Speerwerfer spannend. Dennoch adelt ihn eine Olympia-Legende.

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Johannes Vetter hat den Speer auch in Gateshead wieder am weitesten geworfen. Dennoch endete in Nordengland eine bemerkenswerte Serie des Dresdners.
Johannes Vetter hat den Speer auch in Gateshead wieder am weitesten geworfen. Dennoch endete in Nordengland eine bemerkenswerte Serie des Dresdners. © Archiv: dpa

Gateshead. Diesmal hat es der Seriensieger spannend gemacht: Beim Diamond League Meeting im englischen Gateshead hat sich Speerwerfer Johannes Vetter die Spitzenposition erst mit dem letzten Versuch sichern können. Der Dresdner warf den Speer dabei auf 85,25 Meter und verdrängte den bis dahin führenden Keshorn Walcott aus dem Inselstaat Trinidad und Tobago vom ersten Platz.

Der Olympia-Favorit schimpfte danach bei Sky wegen des schlechten Belags auf die Organisatoren: „Da kann man sich die Beine brechen. Ich war das erste und letzte Mal hier!“

Trotz des Sieges endete für den 28-jährigen Vetter eine Serie – zuvor hatte er sieben Wettkämpfe hintereinander mit Würfen über die 90-Meter-Marke gewonnen. Der Serie von 17 Siegen fügte er einen weiteren hinzu.

"Der Usain Bolt des Speerwerfens"

Nicht zuletzt deshalb ist Vetter für den Silbermedaillen-Gewinner im Zehnkampf bei den Olympischen Spielen 1996, Frank Busemann, ein sicherer deutscher Goldkandidat bei den Olympischen Spielen in Tokio.

„Für Johannes Vetter zählt nur Gold. Der lässt seine Konkurrenten aussehen, als wären die in der Kreisklasse unterwegs. Er ist der Usain Bolt des Speerwerfens“, sagte Busemann im Interview mit der Sportschau. (SZ, mit dpa, sid)