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Dresden

Steine-Angriff gegen Döner-Imbiss

Die zweite Attacke in Cotta: Nach der Moschee wurde auch ein Laden mit Steinen beworfen.

Diesen Dönerladen hat ein Mann am Dienstag mit Steinen angegriffen.
Diesen Dönerladen hat ein Mann am Dienstag mit Steinen angegriffen. © Tino Plunert

Etwa zwei Stunden nach der Attacke gegen die Moschee an der Hühndorfer Straße hat ein bislang unbekannter Täter am Dienstagnachmittag einen Dönerladen an der Alten Meissner Landstraße in Cotta angegriffen. Laut der Polizei gab es einen Streit in dem Imbiss, dann warf der Täter Steine gegen die Scheiben. Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung.

Ein Anwohner berichtete einem Fotoreporter, Videoaufnahmen würden zeigen, dass es sich bei dem Angreifer um den Mann handelt, der zuvor auch drei Fenster der Moschee mit Steinen eingeworfen hat. Der Täter sei in den Dönerladen gekommen und habe nach Feuer für eine Zigarette gefragt. Kurz darauf soll er den Imbiss dann mit Steinen angegriffen haben.

An der Moschee hat ein Unbekannter drei Fenster mit Steinen eingeworfen. Die Ermittlungen hat das LKA übernommen.
An der Moschee hat ein Unbekannter drei Fenster mit Steinen eingeworfen. Die Ermittlungen hat das LKA übernommen. © xcitepress

Die Polizei bestätigte diese Version bisher noch nicht. Laut Polizeisprecher Lukas Reumund hat das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) die Ermittlungen zur Attacke gegen die Moschee übernommen. Das heißt, die Beamten schließen nicht aus, dass der Angriff vom Dienstagnachmittag einen extremistischen oder terroristischen Hintergrund hat. Verletzte gab es dabei nicht, der Sachschaden beträgt rund 1.500 Euro. Die Beamten bitten um Hilfe bei der Suche nach dem Täter. Wer Verdächtige am Dienstagnachmittag gegen 14.50 Uhr gesehen hat, wird gebeten, sich bei den Beamten unter der Dresdner Rufnummer 4832233 zu melden.

Die Moschee war nicht das erste Mal Ziel eines Angriffs. 2016 hat ein Dresdner dort mehrere selbst gebaute Bomben deponiert, eine davon explodierte. Der Täter Nino K. wurde gefasst und später zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Bei den Ermittlungen nutzte die Polizei damals die Aufnahmen der Überwachungskameras, die das Umfeld der Moschee filmen. Auch dieses Mal werten die Ermittler die Videoaufnahmen aus. Wie viele Hinweise seit Dienstagnachmittag zu dem Steine-Angriff eingegangen sind, konnte Polizeisprecher Reumund nicht sagen.

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