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"Horst" ist tot - Entlaufenes Känguru an Bahngleisen gefunden

Ein Känguru hat seinen Ausflug in die Freiheit in Erfurt nicht überlebt. Ein Zug wurde dem Tier zum Verhängnis. Kurz zuvor war es Polizisten knapp entwischt.

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Bennett-Känguru "Horst" ist seiner Besitzerin in Erfurt ausgebüxt und war durch die Landeshauptstadt gehüpft.
Bennett-Känguru "Horst" ist seiner Besitzerin in Erfurt ausgebüxt und war durch die Landeshauptstadt gehüpft. © LPI Erfurt/Polizei/dpa

Erfurt. Das ausgerissene Känguru "Horst" ist in der Nacht zu Freitag tot aufgefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen ist das Tier von einem Zug erfasst worden und hat den Zusammenprall nicht überlebt, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Um kurz vor Mitternacht hätten Mitarbeiter das leblose Bennet-Känguru am Gelände des Erfurter Güterbahnhofs entdeckt.

Da das tote Tier direkt zwischen zwei von Schnellzügen befahrenen Hauptgleisen lag, musste die Strecke für die Bergung um kurz nach Mitternacht für eine Viertelstunde gesperrt werden, wie die Polizei am Freitag mitteilte.

Zuvor hatte ein Bürger am Mittwochabend die Polizei alarmiert, nachdem er das Tier über eine Straße hatte hüpfen sehen. Die Beamten konnten "Horst" den Angaben nach zunächst entdecken, ihn aber nicht einfangen. Mehrfach sei das Känguru dann in der Landeshauptstadt gesichtet worden. Auf Anfrage prüfte der Erfurter Zoo seine Bestände, konnte jedoch kein fehlendes Känguru feststellen. Schließlich wurde der Besitzer ausfindig gemacht, der die Suche nach dem Tier eigenständig übernahm.

In Freiheit leben Bennet-Kängurus in Australien und Tasmanien. Unter bestimmten Bedingungen, die ein artgerechtes Leben für die Tiere erlauben, dürfen die Pflanzenfresser als Haustiere gehalten werden. Neben "Horst" hatte der Halter schon seit längerem auch ein zweites Känguru als Haustier. Vermutlich habe sich das Tier auf dem Rückweg nach Hause befunden, sagte ein Polizei-Sprecher. Der Fundort sei nur wenige hundert Meter vom Gehege entfernt gewesen. (dpa)