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Schweinepest: Jetzt gibt's Abschussprämie

Auf diese Lösung setzt jetzt Tschechien an der deutschen Grenze - im Kampf gegen die Tierseuche.

Symbolbild
Symbolbild © Lino Mirgeler/dpa

Nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen und Polen erhöht Tschechien die Vorkehrungen gegen die Tierseuche. "Die Infektionslage in den Nachbarländern verschlechtert sich", sagte Agrarminister Miroslav Toman nach einer Krisensitzung am Donnerstag. In einem breiten Streifen entlang der Grenze zwischen
Hrensko an der Elbe und Harrachov im Riesengebirge wird künftig eine Abschussprämie von 2.000 Kronen (umgerechnet rund 75 Euro) pro Wildschwein gezahlt. Zudem wird dort die Fundprämie für tote Wildschweine auf 3.000 Kronen (knapp 115 Euro) erhöht. Das Gebiet mit intensiver Bejagung umfasst gut 1.500 Quadratkilometer.

Die Maßnahme tritt am Montag in Kraft. Ziel sei es, die Wildschweinpopulation zu verkleinern, teilte das Agrarministerium in Prag mit. Der letzte Fall der Afrikanischen Schweinepest war in Tschechien im April 2018 bei einem verendeten Wildschwein aufgetreten, wie aus den Angaben der staatlichen Veterinärverwaltung (SVS) hervorgeht. Seit mehr als anderthalb Jahren gilt der EU-Mitgliedstaat wieder als frei von der für den Menschen ungefährlichen Seuche. In Sachsen war Ende Oktober im Landkreis Görlitz ein erster bestätigter Fall aufgetreten. Deshalb bauen Bundeswehr und Technisches Hilfswerk jetzt feste Zäune bei Krauschwitz. Ein provisorischer Zaun vom Dreiländereck bei Zittau bis zur Grenze nach Brandenburg war bereits in diesem Jahr errichtet worden. (SZ)

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