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Unternehmen Volkssolidarität

Der Verein für den Elbtalkreis wächst und wächst. Bald ist die Marke von 700 Mitarbeitern erreicht. Neue Kitas sind geplant.

© Arvid Müller

Von Peter Redlich

Meißen/Radebeul. Die Kita-Erzieherin staunt, wie lange die Steppkes still halten. Kein Wunder: Ronald Börner erklärt ihnen per Handpuppe, wie die Feuerwehr funktioniert. Zehn Schritte weiter können die Mädchen und Jungen in echt beim Zielspritzen probieren, wie richtig Feuer gelöscht wird.

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Die Volkssolidarität feierte kürzlich mit ihren Radebeuler Kitas in der Serkowitzer Straße ihr Sommerfest. Am Nachmittag kamen die Eltern zu Besuch. Denen wurde vor allem das Diagnostik- und Beratungszentrum (DBZ) an dieser Adresse vorgestellt. 15 Mitarbeiter machen hier Leute vom Kind bis zum Senior in Sachen Sprache und Bewegung wieder fürs normalere Leben fit. Die Nachfrage nach solchen Hilfen wie Frühförderung, Logopädie und Ergotherapie wächst. Im Nachbarhaus sollen die nächsten Räume angemietet werden. Dabei besteht das DBZ als Vorreiter solcher Einrichtungen im Kreis Meißen erst seit drei Jahren.

Die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen wächst ohnehin an allen Ecken und Enden. Was 1991 mit einem hauptamtlichen Mitarbeiter – Geschäftsführer Frank Stritzke – und einem 20 000 D-Mark-Kredit begann, ist heute zwar immer noch ein Verein, aber eigentlich ein richtiges Unternehmen.

Derzeit zählt der Verein noch 670 Mitarbeiter. „Im Jahr 2018 werden wir die 700-Mitarbeiter-Marke überschreiten, vor allem durch den Bereich Kita und die Einstellung neuer Erzieherinnen und Erzieher. Rund 400 Angestellte der VS sind pädagogische Fachkräfte“, informiert VS-Pressesprecherin Ulrike Keller.

Ebenso ist die Nachfrage an der Pflege ungebrochen. Auch da werde in diesem Jahr aufgestockt. Die Stellen können, trotz schwieriger Lage am Arbeitsmarkt, mit Fachkräften besetzt werden.

Zurzeit betreibt die VS Elbtalkreis-Meißen insgesamt 20 Kitas in drei Landkreisen (Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Bautzen) plus der Stadt Dresden. Allein neun Wohnanlagen gehören zur Volkssolidarität bzw. ihrer Tochter SOVO gGmbH. Weitere sind im ehemaligen Glasinvest-Areal in Radebeul sowie in Coswig geplant. Zum Glasinvest-Vorhaben sei man im Gespräch mit einem neuen Investor.

Ein weiteres großes Bauvorhaben ist der Kita-Neubau in Meißen. Die VS hat vom Stadtrat den Zuschlag erhalten, eine zweite Kita in Meißen betreiben zu dürfen. Der Neubau für rund 100 Kinder wird im Stadtteil Zscheila auf der Mannfeldstraße 19 entstehen. Auch in Radebeul und Coswig würden mit den Stadtverwaltungen neue Kita-Projekte vorbereitet.

Die meisten der neuen Pläne mit dem stetigen Wachstum hat Geschäftsführer Frank Stritzke mit seiner Mannschaft initiiert. Der umtriebige ehemalige Kriminalpolizist hat die Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen zu einem modernen Wohlfahrtsunternehmen geformt, dessen Wachstum offenbar noch lange nicht am Ende ist.

Auch in der Führungsebene gibt es Neues. Schon seit vorigem Jahr hat die VS zwei Geschäftsführer. Sie teilen sich in die zwei großen Geschäftsfelder der Volkssolidarität Elbtalkreis-Meißen: Frank Stritzke zeichnet verantwortlich für den Bereich Altenhilfe, zu dem die Seniorenwohnanlagen des Betreuten Wohnens, der Pflegedienst und die Tagespflege gehören. Geschäftsführer Sven Krell hat den Sachbereich Kita unter sich, der die Kindergärten, Horte, Küchen und das Diagnostik- und Beratungszentrum DBZ umfasst.

Rund 30 Millionen Euro Umsatz werden jährlich in dem Verein bewegt. Die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder sollen nicht weiter für diesen großen Jahresumsatz haftbar gemacht werden können.

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Darum ist der Plan, die Geschäftsführer zu hauptamtlichen Vorständen zu berufen, und der jetzige ehrenamtliche Vorstand soll die Funktion des Aufsichtsgremiums erhalten. Über diese Neuerung soll im November 2019 auf der Kreisdelegiertenversammlung des Vereins abgestimmt werden.

www.volkssolidaritaet.de/elbtalkreis-meissen-ev