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Eine dufte Sache für die Weihnachtszeit

Weißwasseraner Kinder basteln Räuchermännchen unter fachkundiger Anleitung im Generationstreff SpinnNetz.

Von Rolf Ullmann
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Kinder und Helfer mit den selbst gebastelten Räuchermännchen im SpinnNetz.
Kinder und Helfer mit den selbst gebastelten Räuchermännchen im SpinnNetz. © Rolf Ullmann

Weißwasser. Wenn in der Vorweihnachtszeit und in der Weihnachtszeit der Duft von Räucherkerzen in zahlreichen Wohnungen in Weißwasser kleinen niedlichen Gesellen entströmt, dann ist dies das Werk kleiner, fleißiger Hände. Über 100 Mädchen und Jungen aus mehreren Kindereinrichtungen bastelten am Mittwoch und am Donnerstag im SpinnNetz am Sorauer Platz kleine Schneemänner aus vorgefertigten Bausätzen . „Ich habe mich ganz bewusst für diese kleinen Gesellen aus meinem Sortiment entschieden, denn einen Schneemann kennt wohl jedes Kind und baut ihn, sobald genügend Schnee liegt,“ erklärt Tobias Wolf. Er ist Inhaber einer Holzdrechslerei in Eppendorf am Fuße des Erzgebirges. Seine Kollektion umfasst derzeit 30 verschiedene Figuren von Räuchermännchen, die man komplett oder als Bausatz bei ihm erwerben kann.

Rund eine Stunde haben die kleinen Baumeister investiert, um unter seiner Anleitung sowie mit der Unterstützung durch mehrere Helfer die weißen kugligen Gestalten zusammen zu setzen. Ihre Freude und Begeisterung lässt Tobias Wolf vergessen, dass seine Nachtruhe an diesem Mittwochmorgen bereits um 3.30 Uhr durch das Klingeln des Weckers beendet wurde. Den Weg auf den Sorauer Platz kennt er bereits von zwei früheren Aktionen dieser Art. Am Anfang stand eine eher zufällige Begegnung zweier Männer während eines Kuraufenthaltes. Frank Konetzky vom SpinnNetz sagte sich damals, das ein solcher Bastelvormittag oder -nachmittag die Programmpalette in der Weißwasseraner Einrichtung gewiss bereichert. Der Erfolg der ersten Veranstaltung, die im Dezember 2019 unter dem Motto „Erfahrung trifft Neugier“ stattfand, bahnt schließlich den Weg zu deren Fortsetzung.

So sind am Mittwochvormittag zwölf Mädchen und Jungen aus der Häschengruppe im Kindergarten Ulja zu Gast im SpinnNetz. Ihnen folgen am Nachmittag die Waldwichtel aus der Awo-Kindertagesstätte. Am Donnerstagvormittag rühren sich dann die kleinen Hände der Schützlinge aus der Kindertagesstätte „Regenbogen“, ehe dann am Nachmittag eine Gruppe aus dem Kinderhaus „Sonnenschein“ den Reigen beschließt. Das alle Erwachsenen geimpft sind und ihre Kontaktdaten erfasst werden, ermöglicht nicht nur die Durchführung der Bastelstunden, sondern auch ein Foto mit den Beteiligten an der Auftaktveranstaltung.

Nina Exner, die Leiterin des Kindergartens Ulja, bedankt sich mit herzlichen Worten für den erlebnisreichen Vormittag sowie die Bewirtung der Kinder bei Silke Kahl, der Leiterin des SpinnNetzes, sowie bei allen fleißigen, freiwilligen Helfern, die sie unterstützen. Auf rund 20 Frauen und Männer kann sich Silke Kahl verlassen, wenn es darum geht, eine solche oder eine ähnliche Veranstaltung zu organisieren sowie diese dann zu einem erfolgreichen Finale zu führen.

Natürlich haben die kleinen Schneemänner auch ihren Preis. Die erste Bastelrunde konnte aus Geldern der LEAG finanziert werden. Danach springt die Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser in die Bresche und übernimmt im Rahmen ihrer Patenschaft über den Kindergarten Ulja einen großen Teil der finanziellen Aufwendungen. Für die Eltern der Knirpse verbleibt ein Beitrag von fünf Euro.
Das hat nicht nur etwas mit der Finanzierung zu tun, sondern ist auch für die Wertschätzung des gebastelten Werkes wichtig. „Denn was nichts kostet, ist auch nichts wert,“ stellt Frank Konetzky fest. Eine wertvolle finanzielle Unterstützung leistet auch der Landkreis Görlitz.

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