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Schuldzuweisungen bringen gar nichts

Tageblatt-Mitarbeiterin Sabine Larbig über aufkommende Diskussionen zum Volkshaus-Brand.

© xcitepress

Bürger und Feuerwehrleute hatten Tränen in den Augen, als das Volkshaus brannte. „Ich habe 1999 dort meine Jugendweihefeier gehabt“, erinnert sich eine Kameradin beim Löscheinsatz. Ein junger Mann spricht von einem „schwarzen Tag für Weißwasser“. Andere kritisieren, dass sich seit 20 Jahren nichts in Richtung Sanierung tat und bemängeln, dass das Gebäude seit dem letzten Brand nicht komplett be- und geräumt sowie unzugänglich gemacht wurde.

Ja, Erinnerungen und Kritiken wiegen schwer. Dass sich nicht um den Volkshaus-Erhalt bemüht wurde, ist aber unkorrekt. Es gab und gibt engagierte Bürger, an der Geschichte interessierte Jugendliche, viele Ideen der Neubelebung. Doch nicht immer ist bezahlbar, was man möchte. Und, auch das ist ein Fakt, ohne Machbarkeitsstudie als Basis für Schritte wie einen Finanzierungsplan, Investoren, künftige Nutzer, ist kein Projekt umsetzbar. Schon gar nicht ein Millionen Euro teures. Vor allem aber nutzen Anfeindungen, Verschwörungstheorien, Instrumentalisierung und Äußerungen angeblicher Fakten zum Volkshaus, wie sie vermehrt bei Facebook und Instagram kursieren, niemandem.

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Wem der Erhalt des Volkshaus – nun dessen, was übrig blieb – am Herzen liegt, der konnte und kann sich engagieren, machbare Ideen einbringen, Geld spenden oder welche Hilfsaktion auch immer starten. Das steht jedem frei. Meckern oder Schuld zuweisen war und ist wenig hilfreich. Lasst uns lieber die Ärmel hochkrempeln und würdig bewahren, was noch zu retten ist!

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