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Harmlose Füchse holen auch in Heilbronn nichts

Ein Weißwasseraner Torwart hält seinen Kasten bis kurz vor Schluss sauber – für die Heilbronner Falken.

Tobias Ancicka konnte bei der Niederlage in Heilbronn niemand ein Vorwurf machen. Er zeigte viele starke Paraden und war bei drei Unterzahl-Gegentoren chancenlos, beim vierten war er nicht auf dem Eis.
Tobias Ancicka konnte bei der Niederlage in Heilbronn niemand ein Vorwurf machen. Er zeigte viele starke Paraden und war bei drei Unterzahl-Gegentoren chancenlos, beim vierten war er nicht auf dem Eis. © Thomas Heide

Die Lausitzer Füchse haben binnen fünf Tagen zum zweiten Mal gegen das Tabellenschlusslicht Heilbonner Falken verloren, diesmal mit 4:1. Während die Falken damit die Rote Laterne an Dresden weiterreichten, treten die Füchse nach nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen auf der Stelle. Am Einsatz lag es aber nicht.

Beide Mannschaften hatten sich dafür entschieden, auf der Torwartposition ihre Backups einzusetzen. Bei den Füchsen hielt U20-Nationaltorwart Tobias Ancicka, der bei den Berliner Eisbären in dieser Saison bereist in der DEL zum Einsatz kam und wegen Corona nicht zur U-20-WM durfte. Bei den Heilbronner Falken stand der 18-jährige Arno Tiefensee im Tor, der aus Weißwasser stammt, die Jungfüchse vor gut drei Jahren gen Westen verließ, jetzt zum Kader der Adler Mannheim gehört (noch kein Einsatz, und bei der U20-WM in Kanada zweimal zum Einsatz kam. Ansonsten glich die Aufstellung beider Teams im Wesentlichen der Aufstellung am Freitag, als die eigentlich überlegenen Füchse zu Hause eine 4:5-Penalty-Niederlage kassierten.

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Aus Füchse-Sicht folgte am Sonntag ein deutlich zu hohes 1:6 in Freiburg, und der Negativtrend setzte sich im ersten Drittel in Heilbronn so fort. Erneut überzeugten die Füchse läuferisch und nahmen das Tor der Gastgeber unter Beschuss. Aber Tiefensee hatte kaum echte Probleme mit den Versuchen der Füchse. Auf der anderen Seite führten individuelle Fehler der Füchse zu Großchancen und Gegentoren. Die erste Chance des Spieles hatte zwar Füchse-Stürmer Martin, der nach einem Bullygewinn plötzlich allein vor dem Falken-Tor auftauchte, aber mit der Rückhand an Tiefensee scheiterte (6.). Dann misslang Reichel ein Rückpass an die Bande. Ancicka versuchte vergeblich, den Puck mit dem Stock wegzuschlagen, konnte dann aber gerade so gegen Della Rovere retten. Dann holte sich Füchse-Stürmer Kerbashian abseits des Pucks im gegnerischen Drittel (wohl provoziert) eine Strafe wegen Stockschlags ab. Das bestraften die Gastgeber wenige Sekunden vor Ablauf der Strafe mit einem Distanzschuss von Kirsch unter die Latte zum 1:0, wobei Verteidiger Kania ein Assist gebührte, weil er beim Versuch, den Puck aus dem Drittel zu spielen, einen Heilbronner anspielte (12.). Wenig später ergab sich die nächste Riesenchance für die Gastgeber nach einem Puckverlust der Füchse im eigenen Drittel, aber Ancicka hielt. Als dann aber Pozivil auf die Strafbank musste, gelang den Gastgebern das 2:0, erneut mit einem Distanzschuss, diesmal von Maginot direkt ins Dreiangel (19.). Die Füchse lagen also nach einem ansonsten völlig ausgeglichenen Drittel mit 0:2 hinten.

Das Mitteldrittel begann mit einem Foul der Falken und einer Überzahl der Füchse, in der sie es nicht schafften, in die Powerplay-Aufstellung zu kommen. Die Füchse versuchten danach, das tempo sehr hoch zu halten, kamen aber nur selten zu gefährlichen Abschlüssen. Die beste Chance hatte Brad Ross, der nach einem Abpraller aus fünf Metern an Tiefensee scheiterte. Ansonsten fehlte gerade bei Abprallern nach eigenen Torschüssen oft jener Spieler vor dem Tor, der eine solche Chance nutzen könnte. Mitte des Drittels hatten dann die Gastgeber eine starke Phase, in der Ancicka die Füchse mehrfach vorm dritten Gegentreffer bewahrte. Dann ergab sich nach ein 3:2-Konter für die Füchse. Dietz spielte quer auf Kerbashian, der den Puck aber nicht richtig traf und an Tiefensee scheiterte (35.). Eine weitere Überzahl spielten die Füchse deutlich besser, Kerbashian hatte die beste Chance. Aber: Heilbronn zwei Überzahlspiele – zwei Tore, Füchse zwei Überzahlspiele – kein Tor. Und so blieb es bei der Zwei-Tore-Führung der Gastgeber nach zwei Dritteln.

Das Mitteldrittel begann mit hohem Tempo aber kaum klare Chancen auf beiden Seiten. Dann kassierte Roßmy, der beim Versuch den Stock von Maginot zu heben, eine Zwei-plus-Zwei-Strafe. Die gastgeber kamen sofort in Powerplay-Aufstellung und erzielten nach gerade mal 32 Sekunden das 3:0. Gervais fälschte eine Schuss von Kirsch ins Tor ab. (46.). Es ging mit der zweiten Strafe gegen Roßmy weiter. Es wurde die erste Unterzahl, die die Füchse ohne Gegentor überstanden. Die Füchse waren danach ihrem ersten Treffer mehrfach nahe, aber Teifensee parierte immer wieder, auch gegen Roßmy. Dann gerieten Brad Ross und der Falken-Spieler Neal aneinander und lieferten sich eine Schlägerei, die Unentschieden endete. Beide kassierten 34 Strafminuten inklusive einer Spieldauerstrafe. Danach schien die Luft etwas raus, auch weil die Heilbronner Abwehr alle Angriff der Füchse abwehrte. Vier Minuten vor Schluss zog Füchse-Trainer Corey Neilson den Torwart. Die Füchse versuchten alles, die Heilbronner vergaben eine Chance, ins leere Tor zu treffen, bevor Pozivil mit einem harten Schuss unter die Latte das 3:1 schaffte. Die Zeit lief den Füchsen aber davon, kurz vor Schluss trafen die Heilbronner zum 4:1 ins leere Tor.

Fazit: Mit so wenig eigener Torgefahr und der Schwäche in Unter- und Überzahl wird es für die Füchse schwer zu punkten. Am Freitag ist dazu die nächste Chance in Crimmtischau.

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