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Mehrheit der Deutschen für höhere Verteidigungsausgaben

Die Mehrheit derer, die höhere Ausgaben für die Bundeswehr begrüßen, ist groß. Viele änderten mit Russlands Einmarsch in die Ukraine ihre Meinung dazu.

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Soldaten vom Informationstechnikbataillon 381 der Kurmark-Kaserne tragen bei einem Apell Sturmgewehre.
Soldaten vom Informationstechnikbataillon 381 der Kurmark-Kaserne tragen bei einem Apell Sturmgewehre. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild (Symbolfoto)

Köln/Berlin. Deutlich mehr als die Hälfte der Bundesbürger unterstützt laut dem neuen ARD-"Deutschlandtrend" den Plan der Bundesregierung, erheblich mehr Geld in die Verteidigung zu stecken. Laut der Umfrage bezeichnen mindestens 69 Prozent die Erhöhung der jährlichen Verteidigungsausgaben auf mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsproduktes als richtig. 19 Prozent bezeichnen die Anhebung der Verteidigungsausgaben als falsch. Die Schaffung eines Sondervermögens von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr bezeichnen 65 Prozent als richtig, wie der WDR am Donnerstag mitteilte.

Fast die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) gibt an, dass sich ihre Haltung zu einem höheren Verteidigungsbudget mit dem Einmarsch in die Ukraine verändert hat. Anders als 2014 nach der Krim-Annexion (21 Prozent) wird auch die kurzfristige Verlegung zusätzlicher Bundeswehreinheiten an die NATO-Ostflanke mehrheitlich unterstützt (68 Prozent).

Die Antwort der Bundesregierung auf den russischen Angriff bewertet gut die Hälfte der Deutschen (53 Prozent) als angemessen. Für knapp drei von zehn Wahlberechtigten (27 Prozent), geht die bisherige Reaktion Berlins sogar nicht weit genug. Für jeden Siebten (14 Prozent) ist sie dagegen zu weitgehend.

Den Ausschluss wichtiger russischer Banken aus dem Zahlungssystem Swift halten 82 Prozent für richtig, den Stopp des Genehmigungsverfahrens für die russische Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 unterstützen 67 Prozent. (dpa)

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