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Eibau-Konvoi: Alle wieder zu Hause - aber nicht für lange

Vier Busse von zwei Oberlausitzer Reiseunternehmen sind auf dem Weg an die ukrainisch-rumänische Grenze, um Hilfsgüter abzugeben und Flüchtlinge zu holen. Die SZ ist dabei.

Von Markus van Appeldorn
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Das Team des Doppeldeckerbusses um Heiko Ottersky (zweiter von rechts) war als erstes wieder gut in Eibau gelandet.
Das Team des Doppeldeckerbusses um Heiko Ottersky (zweiter von rechts) war als erstes wieder gut in Eibau gelandet. © M. van Appeldorn

Er wollte unbedingt helfen. Deshalb hat Ulf Künzelmann, Inhaber von "Komm mit"-Reisen aus Eibau, um Spenden für die Ukraine gebeten, will sie an die ukrainisch-rumänische Grenze bringen und von dort Flüchtlinge mitbringen. Nach dem Spenden-Aufruf konnte er sich vor Angeboten kaum retten. Die Oberlausitzer standen wortwörtlich in Eibau Schlange.

Er bekam so viel Hilfsgüter, dass er öffentlich darum bitten musste, dass nur noch bestimmte Dinge gebracht werden. Seit Sonnabend, 23 Uhr, sind er und drei seiner Busse auf Tour gen Osten. Und weil es so viele Spenden geworden sind, ein weiterer Bus von Michel-Reisen aus Neueibau. Die SZ ist mit ihnen unterwegs und berichtet.

9. März, 16.30: In Kürze wird auch der letzte Bus der Tour, der von Michel Reisen aus Neueibau, in Dresden eintreffen. Für zirka 17 Uhr ist die Ankunft am Terrassenufer geplant. Dort werden Ehrenamtliche die Flüchtlinge aufnehmen, versorgen sie mit Essen und betreuen sie bis zur Weiterreise. Die Busse von "Komm mit" sind inzwischen alle wieder in Eibau am Hauptquartier zurück. Aber nicht für lange. Schon am Abend will das Team wieder zwei Busse beladen und am Donnerstagabend erneut nach Rumänien an die ukrainische Grenze aufbrechen, kündigt Chef Ulf Künzelmann an. Viel Leid haben die Busfahrer und Helfer vor Ort gesehen. So viel, dass für sie schnell feststand: "Wir müssen wiederkommen!" Im Moment hat "Komm mit" noch genügend Hilfsgüter. "Die Sachen müssen erstmal weg", so Künzelmann. "Danach sammeln wir wieder."

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