merken

Hoyerswerda

Wieder nichts

Fußball-Landesklasse Ost: Der SV Zeißig kann einfach (noch) nicht gewinnen – das Weixdorf-Spiel hat Spuren hinterlassen

Vorbildliche (Schuss-) Haltung demonstriert hier David Schumacher vom SV Zeißig (in Grün) am Ende aber triumphierten die Gäste vom Dresdner SC 1898 mit 3:2. Es ist langsam für die Zeißiger zum Verzweifeln – nichts, aber auch gar nichts fruchtet ...
Vorbildliche (Schuss-) Haltung demonstriert hier David Schumacher vom SV Zeißig (in Grün) am Ende aber triumphierten die Gäste vom Dresdner SC 1898 mit 3:2. Es ist langsam für die Zeißiger zum Verzweifeln – nichts, aber auch gar nichts fruchtet ... © Foto: Werner Müller

SV Zeißig 2 (0)
Dresdner SC 1898 3 (0)

Zeißig. Gerade haben die Zeißiger den Kopf ein bisschen heben können (am Mittwoch, dem Buß- und Bettag, holten sie in einem Nachholepunktspiel gegen die SG Weixdorf immerhin einen Zähler durch Robin Unruhs 1:1 in der dritten Minute der Nachspielzeit) – da gab’s den nächsten Nackenschlag. Gegen den Dresdner SC 1898 verloren die Rand-Hoyerswerdaer am Sonnabend ein weiteres „Abstiegs-Endspiel“. Dabei hatte alles so gut begonnen: Eine Halbzeit lang hielten die Zeißiger die Null – und dann gingen sie vor 57 zahlenden Zuschauern durch Michael Sarniak 1:0 in Führung (58.). Doch viel zu rasch gab man diesen Vorteil wieder aus der Hand: Julius Wetzel drehte mit einem Doppelschlag die Partie (60.; 64.). Doch noch war Zeit und Hoffnung, denn genau so rasch wusste Zeißig eine Antwort, glich zum 2:2 durch Sebastian Müller aus (67.). Aber was nutzte das alles? Eric Wutschke stellte in der 76. Minute die Weichen für die Hauptstädter auf Sieg – und dann fand Zeißig kein Gegengift mehr.

Erfolg ist mein Ziel. Wissen mein Weg.

njumii ist der Ausgangsort für individuelle Karrieren. Im Handwerk. Im Betrieb. Im Mittelstand. In der Selbstständigkeit.

Trotzreaktion angekündigt

„Eine sehr bittere Niederlage, weil ein Punkt oder sogar der Sieg verdient gewesen wäre. Durch dumme Gegentore haben wir unsere eigene gute Leistung wieder absolut zunichte gemacht. Wir hätten im Vorwärtsdrang sogar zwei, drei Tore mehr schießen können“, ärgerte sich Benjamin Müller – und kündigte umgehend eine Trotzreaktion an: „Wir lassen die Köpfe nicht hängen. Aber wir müssen die Abwehrfehler abstellen, dann wird es uns auch gelingen, erfolgreich zu sein. Mit diesem Willen gehen wir nächste Woche zum letzten Spieltag vor der Winterpause zu Borea, um den ersten Saisonsieg einzufahren.“ Nüchternes Resümee von Zeißigs Interimstrainer Falk Weichert: „Heute wieder keine Punkte nach ansprechender Leistung. Die Führung haben wir zu schnell hergeschenkt und nach dem eigenen Ausgleich haben wir dann konditionell nicht mehr viel entgegensetzen können nach dem intensiven Nachholer am Mittwoch.“

Ähnlich sah es auch Spieler Eric Lischke: „Also kämpferisch war das wieder eine gute Leistung, nur hat man in den letzten 15 Minuten gemerkt, dass wir am Mittwoch das Spiel gegen Weixdorf hatten.“

Selten wird eine Mannschaft so die Winterpause herbeigesehnt haben wie die Zeißiger. Und am besten wäre es natürlich, wenn man mit einem Dreier bei Borea, also mit dem ersten vollen Erfolgs-Erlebnis der Spielzeit, an das Vorhaben gehen könnte, sich neu auszurichten und eventuell in der zweiten Saisonhälfte doch noch das Wunder Klassenerhalt zu schaffen – dann auch wieder mit einem besseren Personal-Tableau, denn einmal müssen sich doch die Reihen des Lazaretts lichten ...

SV Zeißig: Tony Gronau – Nico Helm, Tony Bach, Marco Helling (73. Eric Lischke), Michael Sarniak, David Schumacher, Sebastian Müller, Tom Tschierske (60. René Guroll), Marc-Bruno Laser (64. Robert Schramm), Benjamin Müller, Felix Döhl