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Kesselsdorf: Neue Jobs bei Spedition

Die Kesselsdorfer Firma Hanitzsch erweitert ihr Geschäftsfeld. Das Unternehmen nimmt eine neue Halle in Betrieb und sucht nun Mitarbeiter.

Im Glück. Speditionschef Andreas Hanitzsch (links) ist sich mit Bodo Hollung, Geschäftsführer von LIP Invest, einig geworden. Die Spedition konnte eine Logistik-Immobilie für zehn Jahre anmieten.
Im Glück. Speditionschef Andreas Hanitzsch (links) ist sich mit Bodo Hollung, Geschäftsführer von LIP Invest, einig geworden. Die Spedition konnte eine Logistik-Immobilie für zehn Jahre anmieten. © Norbert Millauer

Die Lkws mit dem Logo der Spedition Hanitzsch dürften viele kennen, die mit offenen Augen auf den Straßen rund um Dresden unterwegs sind. Seit vielen Jahren ist die in Dresden gegründete Firma als klassisches Transportunternehmen in der Region unterwegs, um unterschiedliche Waren von A nach B zu bringen.

Dabei arbeitet die Firma als Fuhrunternehmer für andere Firmen, aber auch Spediteur mit eigenen Fahrzeugen, sagt Geschäftsführer Andreas Hanitzsch. Er hat sein Unternehmen, das im vorigen Jahr sein 100-jähriges Bestehen feierte und seit 1996 im Kesselsdorfer Gewerbegebiet Zschoner Ring sitzt, erweitert.

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So sieht die neue Betriebsstätte von der Zschoner Ring aus. In der Mitte steht der Büroteil, rechts und links befinden sich die Hallen.
So sieht die neue Betriebsstätte von der Zschoner Ring aus. In der Mitte steht der Büroteil, rechts und links befinden sich die Hallen. © Norbert Millauer

"Die Speditionsbranche ist permanent im Umbruch. Deshalb hat sich unser Unternehmen aufgemacht, neue Betätigungsfelder zu erschließen. Und da spielt Logistik eine wesentliche Rolle", erklärt der Unternehmer. Geplant hat er diesen Schritt bereits vor drei Jahren. Nun hat er ihn verwirklicht.

Dazu hat das Unternehmen ein 27.500 Quadratmeter großes Grundstück direkt neben dem bisherigen Betriebssitz und unmittelbar neben der A 17 bezogen. Hier steht ein Gebäudekomplex, der dem Investmentmanager LIP Invest gehört.

Zwei Millionen Euro investiert

In der Branche sei das ein übliches Verfahren, sagt Bodo Hollung, Gesellschafter und Geschäftsführer von LIP Invest. Speditionschef Hanitzsch bestätigt das. Selbst bauen kam für die Firma nicht in Frage. Zwar steht sein Unternehmen wirtschaftlich gut da. Doch eine Investition in dieser Höhe, Hanitzsch bezeichnet sie als Sprunginvestition, würde das finanzielle Budget sprengen.

Um die Halle nutzen zu können, investierte Hanitzsch zwei Millionen Euro. Seine Firma verantwortete den Innenausbau, baute eine Brandlöschanlage ein und schaffte sich Staplertechnik an.

Hinter dem Gebäude wurde eine große Fläche geschaffen, auf der Lkws drehen und wenden und rückwärts an die Hallen fahren können.
Hinter dem Gebäude wurde eine große Fläche geschaffen, auf der Lkws drehen und wenden und rückwärts an die Hallen fahren können. © Norbert Millauer

Hanitzsch hat die Immobilie Anfang des Jahres übernommen. In den Hallen werden keine Waren eingelagert, sie dienen als Umschlagsplatz. "Uns geht es darum, die Waren unseres Kunden intelligent vom Absender bis zum Empfänger zu transportieren. Dazu werden sie konfektioniert, kommissioniert und auch umetikettiert." Geplant wird das im Büro, ausgeführt von den Mitarbeitern in der Halle.

Das funktioniert zum Bespiel so: Hanitzsch holt für einen Kunden Waren und Güter bei verschiedenen Herstellern ab, bringt sie in eine der Hallen nach Kesselsdorf. Hier werden die Waren aus- und umgepackt und zu Lieferungen zusammengestellt. Diese werden dann - wie von dort bestellt - zu Endkunden gefahren.

Diesen Blick hat der Chef der Spedition Hanitzsch, Andreas Hanitzsch, von seinem Büro auf den Innenhof.
Diesen Blick hat der Chef der Spedition Hanitzsch, Andreas Hanitzsch, von seinem Büro auf den Innenhof. © Norbert Millauer

Hanitzschs Hauptauftraggeber sind Handelsunternehmen, Industriebetriebe, Lebensmittelhersteller und Logistikunternehmer wie Müller-Milch, Danone, Dachser und Schenker. Für sie transportiert Hanitzsch Waren, die auf Paletten oder in Kisten verpackt sind, unter Plane liegen oder verschweißt ist. Auch gekühlte Lebensmittel, Maschinenteile und Chemieprodukte werden von den Mitarbeitern der Firma gefahren.

Unternehmen fährt für Müller-Milch und Schenker

Mit der Geschäftserweiterung wird Hainitzsch, der 200 Mitarbeiter hat und 100 Lkws besitzt, seine Belegschaft aufstocken. In der ersten Phase werden zehn Mitarbeiter eingestellt, in drei Jahren sollen es insgesamt zwanzig sein. Gesucht werden Lagerfacharbeiter, Bürokaufleute, Spediteure aber auch Lkw-Fahrer.

Mit der neuen Halle möchte Hanitzsch seine Position auf dem Markt stärken. Das Speditionsgeschäft wird indes weiterlaufen. Die Lkws des Unternehmens werden weiter in Deutschland und hier vor allem in Dresden und der Umgebung, aber auch in ganz Sachsen und den angrenzenden Regionen unterwegs sein.

Spedition Hanitzsch schaut optimistisch in die Zukunft

Hanitzsch schaut optimistisch in die Zukunft. Sorgen, dass die Pandemie zu einer Wirtschaftskrise führen könnte, habe er nicht. Spediteure erfahren immer als Erste, wie es in der Region wirtschaftlich läuft. Denn sie wissen, welche Waren geordert werden und wie schnell die Auftraggeber in der Lage sind zu zahlen.

"Der Wirtschaft geht es gut. Die Zahlungsverhalten ist insgesamt sogar besser geworden." So schätzt Andreas Hanitzsch die Lage ein. Nur eins mache ihm Sorge: Zunehmend mangelt es in einigen Branchen an Material. Den Autobauern fehlen Speicherchips und Prozessoren. Auch Holz, Stahl und Beton werden knapp.

Die Erweiterung im Überblick

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  • Der Gebäudekomplex wurde von der Firma Elbe Invest aus Dresden gebaut und hat eine 9.000 Quadratmeter Nutzfläche.
  • Er besteht aus einem Büroteil und zwei Hallen, die rechts und links neben dem Bürotrakt stehen.
  • Hinter dem Gebäude befindet sich eine 2.500 Quadratmeter große Hof- und Rangierfläche.
  • Die An- und Ablieferung kann über zwölf sogenannte Überladebrücken erfolgen.
  • In naher Zukunft wird der Besitzer der Immobilie, die Firma LIP Invest, noch eine Photovoltaikanlage errichten.

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