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Wenn die Gelbe Tonne stehen bleibt

In Wilsdruff gab es wegen des Wintereinbruchs Probleme mit der Entleerung. Der Entsorger gibt den Bürgern Tipps.

Was tun, wenn die Entsorgungsfahrzeuge nicht gekommen sind, um die Gelben Tonnen zu entleeren? Der Entsorger gibt Tipps.
Was tun, wenn die Entsorgungsfahrzeuge nicht gekommen sind, um die Gelben Tonnen zu entleeren? Der Entsorger gibt Tipps. © Daniel Schäfer

Wohin mit den leeren Konservendosen, den Folientüten und Plasteflaschen? Diese Frage stellt sich Helfried Schmidt schon seit Tagen. Denn die Gelbe Tonne, die er am 14. Januar vor sein Grundstück an die Hauptstraße im Wilsdruffer Ortsteil Oberhermsdorf stellte, wurde nicht entleert.

Zwar ist es ihm nach mehrmaligen Versuchen gelungen, eine Mitarbeiterin des zuständigen Entsorgers ans Telefon zu bekommen. Doch die Antwort hat ihm nicht so recht gefallen. Denn die Frau erklärte ihm, dass die Tour nicht nachgeholt werde. Die Tonnen werden erst bei der nächsten regulären Tour zwei Wochen später entleert. Wenn er sich darüber beschweren wolle, sollte er einen der Geschäftsführer anrufen.

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Touren sollen doch nachgeholt werden

Das hat Helfried Schmidt nicht getan. Er wandte sich an Sächsische.de, um seinem Ärger Luft zu machen. "Seit die Gelben Tonnen eingeführt wurden, waren die Entsorgungsfahrzeuge dreimal nicht an dem angekündigten Entleerungstag gekommen." Er sehe ein, wenn ein Fahrzeug wegen des Schnees nicht kommen kann, doch dann müsste die Tour zwei oder drei Tage später nachgeholt werden. Das würde jeder verstehen, sagt der Oberhermsdorfer.

Doch so einfach sei es nicht. Wenn die Gelben Tonnen nicht entleert werden, kann das mehrere Gründe haben: Ein Entsorgungsfahrzeug kann einen Unfall gehabt haben oder es ist defekt. "Liegt der Fehler bei uns, holen wir die Fahrt nach", sagt Heiko Scheffel, Leiter der Heidenauer Niederlassung der Entsorgungsfirma Kühl.

Winter kann Probleme machen

Anders ist es bei einem Wintereinbruch. Sollten die Entsorgungsfahrzeuge wegen zu schlecht geschobener oder glatter Straßen diese nicht befahren können oder wesentlich langsamer vorankommen, wird die Tour verkürzt oder sie fällt aus. "In diesem Fall holen wir die Entleerung nicht nach", erklärt Scheffel. Im konkreten Fall kamen die Entsorgungsfahrzeuge auf den Nebenstraßen in Freital nicht wie geplant voran. Deshalb wurde in Oberhermsdorf nicht entleert.

Scheffel hat schon viele Diskussionen zu dem Thema geführt. Er gibt zu bedenken, dass für seine Fahrzeuge andere Bedingungen als für Pkws gelten. So sei es in Altenberg schon vorgekommen, dass ein Multicar bestimmte Straßen geschoben hat. "Unsere Fahrzeuge sind breiter, deshalb befahren wir solche Straßen nicht." Es kommt im Winter aber auch vor, dass Straßen beräumt, aber nicht abgestumpft wurden. Auch die Straßen werden von seinen Mitarbeitern gemieden.

Wertstoffe in Foliensäcken sammeln

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Und was rät Scheffel den Grundstückseigentümern? "Sie sollen ihre Wertstoffe weiter in Säcken sammeln." Diese müssen nicht gelb sei. Wichtig sei nur, dass sie durchsichtig sind. Beim nächsten Entleerungstermin sollen diese Säcke neben die Tonne gestellt werden. Wer auf Nummer sichergehen möchte, ob die Entleerung doch noch nachgeholt wird, kann auch bei Kühl anrufen. Allerdings sollte man sich auf mehrere Versuche einstellen. Sollte es zu größeren Ausfällen kommen, gebe ihr Unternehmen die Informationen an die jeweiligen Gemeinden und den Zweckverband Oberes Elbtal weiter, sagt Geschäftsführerin Sylvia Bauknecht. Alle Bürger zu erreichen, sei so gut wie unmöglich. "Die Leute informieren sich über zu verschiedene Medien."

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