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Wilsdruff: Kochbus hält in Mohorn

Praktischer Unterricht in der Grundschule. Auf dem Lehrplan stand das Kochen mit der Knolle.

Die Schüler der Grundschule Mohorn konnten unter der Anleitung von Martin Schneider in einem Kochbus das Kochen mit der Kartoffel erlernen.
Die Schüler der Grundschule Mohorn konnten unter der Anleitung von Martin Schneider in einem Kochbus das Kochen mit der Kartoffel erlernen. © Daniel Schäfer

Eine ungewöhnliche Unterrichtsstunde stand dieser Tage auf dem Stundenplan der Grundschule in Mohorn: Kochen. Und das in einem Bus, der dazu vor die Schule gefahren wurde. Gesteuert wurde dieser von Martin Schneider, der zugleich auch der Koch ist.

Schneider erklärte den Mädchen und Jungen, wie Kartoffeln und Gemüse geschält werden, ohne das man sich dabei verletzt. Danach konnten die Schüler Pommes, Kartoffelbrei und andere Speise unter der Fachaufsicht von Schneider zubereiten. Am Ende der einstündigen Unterrichtsstunde wurde dann das Essen verspeist.

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Dass der Kochbus nach Mohorn kam, ging auf eine Initiative des Klassenlehrers der jetzigen 3b, Florian Grüneberger, zurück. Dieser bewarb sich im Frühjahr bei der Aktion "Kids an die Knolle", die vom Sächsischen Kartoffelverband initiiert wurde, um Steckkartoffeln. Und er bekam den Zuschlag und die Kartoffeln.

Seither hatten sich die Schüler mit den Knollen beschäftigt. "Wir haben sie gegossen, Schädlinge abgesammelt und ein Plakat gestaltet", erzählt Florian Grüneberger. Groß war deshalb die Freude, als der Kartoffelverband dann den Kochbus zur Grundschule nach Mohorn schickte. Sie ist eine von 20 Grundschulen, die in diesem Jahr auserwählt wurden - in unserem Landkreis ist es die Einzige.

Der Kochbus besuchte die Grundschule Mohorn.
Der Kochbus besuchte die Grundschule Mohorn. © Daniel Schäfer

Die Kochbustour gibt es seit sieben Jahren. "Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler mit der heimischen Kartoffel als natürlichem Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung vertraut zu machen", erklärt Susann Sasse vom Sächsischen Kartoffelverband. Seit dem Beginn der Aktion 2014 haben gut 11.000 Schulkinder mit ihren Lehrern im Kochbus gekocht.

"Das Interesse an regional erzeugten, gesunden Lebensmitteln ist ungebremst hoch", so Sasse. Die Kartoffel ist nicht nur Beilage, sie ist Botschafter von Esskultur und Lebensweise. Zudem ist das Kochen mit frischen Zutaten und regionalen Produkten durch Corona für viele noch wichtiger geworden. "Diesen erfreulichen Trend wollen wir aufgreifen und weiter fördern", ergänzt Sasse. Dieses Mal sei es um unsere Jüngsten gegangen, die bereits in den Schulen viel über gesunde Ernährung lernen.

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Den Schülern der Grundschule hat die Aktion gefallen, sagt Lehrer Grüneberger. Am Ende erhielt jeder Teilnehmer noch einen Beutel mit Kartoffeln, damit er den Eltern zeigen kann, was er oder sie im Kochbus gelernt hat.

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