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Wie geht's am Wilsdruffer Nadelöhr weiter?

Bei Unfällen auf der Autobahn wird auch die Umgehungsstraße zwischen Wilsdruff und Kesselsdorf zur Staufalle. Es gibt Vorschläge, das zu ändern.

Die kurze Linksabbiegespur von der Umgehungsstraße Wilsdruff-Kesselsdorf an der Kreuzung mit der B173 in Richtung Dresden wird oft zum Problem. Die Stadt Wilsdruff möchte, dass hier Änderungen vorgenommen werden.
Die kurze Linksabbiegespur von der Umgehungsstraße Wilsdruff-Kesselsdorf an der Kreuzung mit der B173 in Richtung Dresden wird oft zum Problem. Die Stadt Wilsdruff möchte, dass hier Änderungen vorgenommen werden. © Daniel Schäfer

Die Wilsdruffer kennen die Schwachstellen in ihrem Straßennetz. Eine davon ist die Kreuzung der Umgehungsstraße, die bei Kesselsdorf die B 173 kreuzt. Jedes Mal, wenn es auf der Autobahn A 4 kracht und die Autos und Lkws durchs Stadtgebiet schleichen, um schneller ans Ziel zu kommen, staut es sich hier.

Wer von Wilsdruff nach Kesselsdorf möchte, hat dann Pech. Denn auch die Geradeausspur ist vollgestellt, weil die Linksabbiegespur zu kurz ist.

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Das nervt nicht nur die, welche die Umfallstelle umfahren, sondern auch viele Wilsdruffer, sagt Bürgermeister Ralf Rother (CDU). Dabei könnte die Situation entschärft werden. Denn bisher gibt es von Wilsdruff kommend nur eine vergleichsweise kurze Linksabbiegespur in Richtung Dresden, erklärt er.

Dabei könnte man dort zwei einrichten, da die B 173 in Richtung Dresden zweispurig ausgebaut ist, ergänzt er. Würde es zwei Linksabbiegespuren geben, könnte der Verkehr schneller von der Umgehungsstraße abfließen. Schließlich möchte ein Großteil der Lkws in Richtung A 17-Auffahrt. Und diese befindet sich in der Fahrrichtung Dresden.

Vorschlag von der Landesverkehrswacht

Schon vor längerer Zeit habe die Stadt Wilsdruff das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) gebeten, dort eine zweite Linksabbiegespur einzurichten. Auch die Landesverkehrswacht mischte sich ein. Diese schlug 2018 vor, durch Ummarkierungen eine zweite Spur auszuweisen, erklärt Lasuv-Sprecherin Rosalie Stephan. Doch sichtbar geschehen ist noch nichts, beklagt Bürgermeister Rother

Das Lasuv ist am Thema aber offenbar dran. Man prüfe derzeit, wie "die Durchlässigkeit der Kreuzung verbessert werden kann", so Rosalie Stephan. Gegenwärtig werde untersucht, wie die Kreuzung umgebaut werden könnte. Knackpunkt hier: Die abbiegenden Spuren müssen so groß sein, dass auch Lkws abbiegen können. Die brauchen mehr Platz. Deshalb müssen Schleppkurven eingerichtet werden.

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Das sei auch der Grund gewesen, weshalb es eine zusätzliche Linksabbiegerspur auf der gegenwärtigen Fahrbahnbreite nicht eingerichtet werden konnte. Dazu fehlte der Platz. Wann und wie es hier zu einer Lösung kommen kann, steht noch nicht fest. Zu den weiteren zeitlichen Abfolgen wollte sich das Lasuv noch nicht äußern.

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