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Bahn überprüft weitere Schwellen - Einschränkungen in Sachsen möglich

Nach dem Zugunglück in Garmisch-Patenkirchen hat die Bahn Hunderttausende Betonschwellen überprüft. Jetzt sollen weitere folgen. Dadurch kann es vor allem in Ostdeutschland zu Verspätungen und Sperrungen kommen.

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Im Zuge des Bahnunglücks von Garmisch-Partenkirchen untersucht die Deutsche Bahn weitere 130.000 Betonschwellen.
Im Zuge des Bahnunglücks von Garmisch-Partenkirchen untersucht die Deutsche Bahn weitere 130.000 Betonschwellen. © Angelika Warmuth/dpa

Die Bahn weitet die Inspektion Tausender Betonschwellen aus. Bundesweit sollen weitere 130.000 Bauteile überprüft werden, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Fahrgäste müssen sich auf Einschränkungen einstellen, etwa wenn Schwellen ausgetauscht werden.

Bei der Überprüfung von 200.000 Schwellen eines bestimmten Bautyps und Herstellers waren im Sommer "Unregelmäßigkeiten in der Materialbeschaffenheit" aufgefallen. Rund 137.000 dieser Schwellen müssen ausgetauscht werden. Bis Ende des Jahres sollen nahezu alle betroffenen Strecken wieder normal befahrbar sein. "Teilweise wird sich der Austausch der Schwellen allerdings bis in das kommende Jahr ziehen", teilte das Unternehmen mit.

Bei den neu zu untersuchenden Bauteilen handelt es sich um Schwellen anderer Hersteller, bei denen die gleiche Gesteinsart verarbeitet wurde. Sollten die Experten Auffälligkeiten entdecken, werden die entsprechenden Schwellen der Bahn zufolge getauscht. "Bis die betroffenen Schwellen getauscht sind, fahren Züge dann in den entsprechenden Abschnitten langsamer." Es könne auch zu Sperrungen kommen, teilte der Konzern mit. Die betroffenen Schwellen seien bundesweit verbaut, vorrangig jedoch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Auslöser für die Inspektion im Sommer war ein Unglück in Garmisch-Patenkirchen Anfang Juni, bei dem ein Regionalzug entgleiste. Vier Menschen starben. Bei den dann überprüften Bauteilen handelte es sich laut Bahn um den gleichen Bautyp wie auf dem Streckenabschnitt des verunglückten Zugs. Rückschlüsse auf die Unfallursache in Oberbayern ließen sich aus den Inspektionserkenntnissen nicht ziehen, hieß es im Sommer. (dpa)